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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Literatur: An Krebs gestorben oder doch von Agenten vergiftet

09.04.2013

Santiago De Chile Der Leichnam des chilenischen Dichters Pablo Neruda (1904– 1973) ist exhumiert worden. Am Montag wurde in Isla Negra, 120 Kilometer westlich von Santiago de Chile, die Urne mit den Überresten des Literaturnobelpreisträgers ausgehoben, wie der Rundfunksender Bío Bío berichtete. Ein Expertenteam soll klären, ob Neruda von Agenten der Pinochet-Diktatur vergiftet worden sein könnte.

Das Grab in der Nähe von Nerudas Wohnung an der Pazifikküste sei nicht vom Meersalz angegriffen worden, erklärte der Leiter des gerichtsmedizinischen Dienstes SML, Patricio Bustos, dem Sender TV Chile. Die Zementkammer, in der sich die Urne befand, habe die gute Konservierung der Überreste ermöglicht.

Der Poet starb in der Klinik Santa María in Santiago de Chile wenige Tage nach dem Militärputsch, der die Regierung Salvador Allendes am 11. September 1973 stürzte. Bislang galt als Todesursache der Prostatakrebs, an dem Neruda erkrankt war. Der letzte Chauffeur und Sekretär des Dichters, Manuel Araya, hat seit Jahrzehnten jedoch die These der Ermordung vertreten. Neruda sei wenige Stunden nach der Verabreichung einer Spritze mit einem verdächtigen Schmerzmittel gestorben. In derselben Klinik starb 1982 der ehemalige christdemokratische Staatschef Eduardo Frei Montalva, angeblich an den Folgen einer Operation. Die Exhumierung seiner Überreste erwies 2006, dass er mit dem Gas Sarin vergiftet worden war.

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