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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Prozess: Angeklagter Kunstberater Helge Achenbach gesteht unter Tränen

16.12.2014

Essen Der wegen Millionenbetrugs an reichen Kunden angeklagte Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach hat unter Tränen ein Teilgeständnis abgelegt. Er habe bei einigen Kunstverkäufen an den Milliardär und Aldi-Erben Berthold Albrecht „unberechtigte Aufschläge“ vorgenommen und Rechnungen eigenhändig verändert, sagte Achenbach (62) am Montag vor dem Landgericht Essen. Bei den Oldtimer-Verkäufen habe er seinen Duzfreund Albrecht, der 2012 starb, aber nicht getäuscht, betonte Achenbach. Diese Aufschläge seien Albrecht bekannt gewesen.

Der Vorsitzende Richter Johannes Hidding unterbrach die Verhandlung kurz für eine Pause, als Achenbachs Stimme stockte. „Es ist unverzeihlich, dass in mehreren Fällen das von Berthold Albrecht in mich gesetzte Vertrauen nicht gerechtfertigt war“, sagte Achenbach am Ende seiner einstündigen Erklärung. „Das war ein sehr großer Fehler von mir, über den ich viel nachgedacht habe und der mich sehr belastet.“ Er entschuldigte sich bei Albrechts Erben und Familie sowie auch bei seiner eigenen Familie. „Sie hat in den letzten Monaten sehr gelitten, was ich allein zu verantworten habe.“

Mit den erhöhten Preisen für die Kunstobjekte habe er einen „wirtschaftlichen Puffer“ für Rücknahmegarantien schaffen wollen, die Albrecht versprochen worden waren, sagte Achenbach. Außerdem habe er Geld gebraucht, weil seine Monkey’s-Restaurants in Düsseldorf Verluste gemacht hätten.

Die Staatsanwaltschaft wirft Deutschlands bekanntestem Kunstberater unter anderem vor, Albrecht bei 14 Kunstverkäufen und neun Oldtimergeschäften um rund 23 Millionen Euro betrogen zu haben.

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