Hohenkirchen - Auch wenn die Verträge noch nicht unterzeichnet sind: Der Angelverein Jever hofft auf den ganz großen Fang, nämlich das alleinige Fischereirecht für das Hohenkirchener Wangermeer. Das ist dem 1054 Mitglieder starken Verein laut Vorsitzendem Alfred de Vries nämlich vom Fischereiverband Weser-Ems nach einem Vorstoß seitens der Gemeinde Wangerland angeboten worden. „Das wäre für uns natürlich ein toller Fang“, schwärmt de Vries.
Laut de Vries könnte der Verein Bereiche des großen Freizeitsees ab Mai für zwölf Jahre bis 2027 pachten. Für die ersten fünf Jahre soll der jährliche Pachtzins von 1000 Euro entfallen. Hätte der Verein das alleinige Fischereirecht auf dem rund 70 Hektar großen See, könnte er vorgeben, wer dort angelt und wer nicht. Geplant sei aber, günstige Gastkarten auszugeben.
Sehr lange Angelzone
Der Bereich, in dem die Angler künftig angeln könnten, erstreckt sich laut de Vries auf einen Teil der Nordseite, beidseitig auf der Westseite unterhalb der Brücke und auf die Ostseite bis zur Flachwasserzone. „Es handelt sich also um mehrere Kilometer Angeluferzone, auch das Angeln vom Boot aus könnte hier realisiert werden“, so de Vries.
Im Gegenzug würde der Angelverein in Zusammenarbeit mit dem Wangerländer Bauhof die Abbruchkanten an der Nordseite des Sees beseitigen. Zudem will sich der Verein um den Fischbesatz kümmern und regelmäßig die Wasserqualität überprüfen. „Auch über einen Gewässerwart nur für das Wangermeer habe ich nachgedacht, aber das ist noch völlig offen“, so de Vries.
Möglich sei ein Ausstieg aus dem Vertrag nach fünf Jahren, meint de Vries: Denn der Fischereiverband hat bereits selbst Interesse an dem Freizeitsee angemeldet.
Ob und wie sich Angelverein Jever und Gemeinde Wangerland auf die Nutzung des Wangermeers einigen, ist indes zurzeit noch offen: Das Vertragswerk muss erst noch den Gemeinderat passieren.
Start der Ufergestaltung
Unterdessen schreitet die Ufergestaltung voran: Am Sonnabend, 7. März, findet ab 13 Uhr die erste Pflanzaktion am Nordufer entlang des Joachim-Gramberger-Wegs statt. Die Jägerschaft hat Fördermittel beantragt und will mit robusten einheimischen Stauden und Sträuchern eine Schonung für kleines Wild und Vögel anlegen.
Und am südlichen Ufer des Wangermeers, im Bereich der „weißen Villa“ soll ein weiterer Tisch mit Bänken aufgestellt werden: Der Ende 2014 aufgelöste Bürgerverein Hohenkirchen hat sein Restvermögen von 390 Euro zu diesem Zweck an den Eigenbetrieb Wangermeer gespendet.
