Rodenkirchen - Mit einem fröhlichen „Wir grüßen euch alle“ eröffnete der Kinderchor Die Finken unter der Leitung von Lidia Jung den Gesangsreigen beim Herbstsingen in der St.-Matthäus-Kirche. Die Singgemeinschaft Stadland, die seit einigen Jahren das Herbstsingen ausrichtet, hatte sich für Sonntag wieder Chöre aus der Wesermarsch eingeladen.
Kaffee, Tee und Kekse
Der Vorsitzende der Singgemeinschaft Heinz Hochheiden führte in bewährter Manier durch das Programm und streute immer wieder kleinere Gedichte ein. Ein plattdeutsches Gedicht trug Christa Fehlhaber vor, für eine humoristische Einlage sorgte Karl Meischen.
Pastorin Birgit Faß begrüßte die Besucher in der voll besetzten Kirche und freute sich auf die besinnlichen und anrührenden Lieder, die mit den ebenfalls anrührenden Bildern korrespondierten. Sie bedankte sich bei den Helfern der Kirchengemeinde, die unter anderem für Kaffee, Tee und Kekse in der Pause gesorgt hatten.
Vor der Kulisse der Ausstellung „Emotion & Expression“ mit ihren intensiven Bildern zum 1. Weltkrieg sangen der Kinderchor Die Finken, die Singgemeinschaft Stadland, der Kirchenchor Rodenkirchen, der Hammelwarder Shantychor, die Chorgemeinschaft Nord und der St. Matthews Choir abwechselnd hintereinander sehr unterschiedliche Lieder und kamen zum großen Finale gemeinsam vor dem Altar zusammen, um „We shall overcome“ anzustimmen.
Erschreckend aktuell
Dabei waren die Besucher aufgefordert, den Refrain des bekannten amerikanischen Protestliedes mitzusingen. „Wir wollten mit dem Lied daran erinnern, dass viele Menschen in dieser Welt um den Frieden und ihre Freiheit kämpfen müssen“, erklärte Heinz Hochheiden danach und erinnerte an die Montagsdemonstrationen in Leipzig vor 25 Jahren und die aktuellen Kämpfe in Syrien.
So schloss sich der Kreis vor den Bildern berühmter Künstler wie Ernst Barlach oder Käthe Kollwitz, die in erschreckender Weise ihre Aktualität nicht eingebüßt haben.
