Für alle Schulabgänger der 9. Hauptschul- und 10. Realschulklassen an der Westersteder Robert-Dannemann-Schule fand nun ein bunter und lebendiger Gottesdienst in der St. Petri Kirche statt. „Worauf kommt es an?“ hieß das Motto der Veranstaltung.
Die Klasse 10Rag (ovales Bild), die den Gottesdienst im Religionsunterricht erarbeitet hatte, stellte dar, welche unterschiedlichen Lebensentwürfe junge Menschen verfolgten und welche Fragen auftauchten, wenn Pläne von Schicksalswendungen oder gar Todesfällen durchkreuzt werden.
In der Predigt von Pastorin Sabine Karwarth ging es nicht nur um die Bedeutung von tragfähigen menschlichen Beziehungen, sondern auch um das Angebot einer belastbaren und gerade in Krisen hilfreichen Beziehung zu Gott.
Ein blaues Band mit einer Perle – ebenfalls von Schülern vorbereitet – wurde für jeden am Ausgang verteilt und erinnerte an den Halt, den eine feste (Gottes-)Beziehung bietet. Vielseitige Musik von Orgelmusik und E-Piano, über moderne geistliche Lieder bis hin zu Instrumentalmusik rundete den Gottesdienst ab.
Eine griechische Komödie von Aristophanes bildete den antiken Stoff für die aktuelle Theaterinszenierung der Westersteder Theaterarbeitsgemeinschaft „Die Mücken“. Die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten hatten unter der Leitung von Beate Ladewig und Ulrike Manßen die Komödie „Lysistrata“ einstudiert und begeisterten damit am Sonnabendabend und am Montagabend das Publikum. Insbesondere am Sonnabend seien nicht so viele Zuschauer wie sonst anwesend gewesen, bedauerte die AG, weil weitere Veranstaltungen in Westerstede bzw. die Spiele der Fußball-Europameisteschaft wohl Interessierte abgehalten hätten.
In der Komödie von Aristopahnes, der in der Antike aktuelle politische Themen ironisch verarbeitete, ging es um die Athenerin Lysistrata, die den jahrelangen Bruderkrieg zwischen Athen und Sparta beenden wollte. Deshalb überzeugte sie die Frauen davon, dass sich alle so lange sexuell ihren Männern verweigerten, bis diese dem Krieg ein Ende gesetzt hätten. Die Frauen besetzten die Akropolis und verteidigten sich dort gegen ihre aufgebrachten Männer, die die besetzte Akropolis ausräuchern wollten. Bald bröckelte die weibliche Einigkeit. Schließlich kommt es doch zum Frieden zwischen Athen und Sparta. Am Ende des Stücks wendete sich Hauptdarstellerin Rebecca Konrad in der Titelrolle der Lysistrata ans Publikum, verglich die antike Situation mit der heutigen, warnte vor neuen Kriegen mit viel weiter reichenden Konsequenzen und nahm so die Zuschauer in die Verantwortung.
