APEN - Auf dem Aper Marktplatz herrscht beinahe schon Volksfeststimmung, und die Klassenräume der angrenzenden Schulgebäude haben sich in eine Kunstmeile verwandelt. Am Wochenende fand in Apen die 1. internationale Kinder- und Jugendkunstmesse „ApArt“ statt und lockte Besucher aus dem ganzen Ammerland und weit darüber hinaus. Mehr als 300 Bilder und Kunstwerke gab es zu sehen, dazu lockte ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, Workshops, Vorführungen und vieles mehr.

„Was hier in Apen auf die Beine gestellt wurde, ist in Deutschland einmalig“, lobte Erna Böhm von der Carl-Friedrich-Gauß-Schule im Landkreis Göttingen. Sie war mit zwölf Schülern und deren Bildern ins Ammerland gekommen.

Die weiteste Anreise hatten zwei Gruppen aus Bulgarien von der Kunstschule Bourgas und der Tanz- und Folkloreschule Nessebar. Sie zeigten, gekleidet in bulgarische Trachten, auf dem Marktplatz unter anderem Volkstänze.

Lob gab es auch von den Besuchern: „Es ist schon beeindruckend, was Kinder und Jugendliche malen können“, meinte Andreas Bruhn aus Osterscheps. Magdalena George (18) aus Westerstede sagte: „Es ist richtig cool, was die Jugendlichen so malen und zeichnen können.“

So hatte es denn auch die Jury nicht leicht, die letztlich die Sieger der Kunstpreise (siehe Kasten oben) ermitteln musste: „Das Angebot ist groß, die Qualität hervorragend“, bescheinigte der Vorsitzende der Radziwill-Stiftung, Ivo Kügel, und fügte an: „Die Arbeiten liegen über dem Durchschnitt und belegen, dass hier hervorragender Kunstunterricht gemacht wird.“

Am Sonnabendvormittag um 10.12 Uhr hatte Initiator Thomas Rost die „ApArt“ eröffnet und vor allem den vielen Helfern gedankt. Auch wenn die Besucherzahlen wohl hinter den Erwartungen zurückblieben, soll es in zwei Jahren die nächste „ApArt“ geben: „Es schreit nach mehr. Die ganze Gemeinde hat dahinter gestanden“, sagte Rost.

„Ich freue mich, dass Sie den Mut hatten, diese Messe hier zu veranstalten“, sagte Bürgermeister Hans-Otto Ulken und dankte Rost für die „hervorragende Ausstellung“.

Der Leiter der Haupt- und Realschule Augustfehn, Dr. Ralf Drabent, ging anschließend auf den Zusammenhang zwischen Kunst und Persönlichkeitsentwicklung ein. „Kunst ist zur Herausbildung der Persönlichkeit unverzichtbar“, betonte er.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede