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Kaffeerunde Mit „Faria faria ho“ in die Sommerpause

Monika Vogel

APEN - Eine lange Tafel mit selbst gebackenem Kuchen, der Duft von Kaffee liegt in der Luft, das wärmende Kaminfeuer flackert ruhig vor sich hin und die gut 30 Mitglieder des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) warten gespannt auf den Auftritt der „Musica-Romantica“. Hinter diesem Namen stecken Straßenmusiker der besonderen Art: ein Drehorgelorchester aus Rhauderfehn. Sonst mit Schlagzeug auf den Spuren von Mozart unterwegs, präsentieren die Musikanten allerlei „Döntjes zum Mitsingen“ und stimmungsvolle Lieder wie „Faria faria ho“.

„Eigentlich sind wir mit einer Standardbesetzung von fünf Musikern unterwegs. Im Jahr 2000 standen wir mit 50 Mann und Orgeln auf der Bühne und sicherten uns so einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde“, erzählt Musiker Frerich Kramer stolz. Stolz können sie auch sein, denn nicht nur der Rekord zeichnet sie aus. Seit 17 Jahren sind sie für die Deutsche Kinderkrebshilfe unterwegs. „Das wir durch unsere Musik leben retten können, das ist für uns wie Weihnachten“, sagt Kramer.

Für den heutigen Nachmittag entdeckt wurden die Rhauderfehner durch den Orgelmusik-Fan und Vorstandsvorsitzenden des SoVD-Ortsverbandes Apen, Johann Bödeker. „Seit fünf Jahren treffen wir uns hier auf dem Hof von unserem Kassenwart Heinz Töbermann, um zusammen einen gemütlichen und geselligen Nachmittag zu verbringen. Ich bin sehr glücklich darüber, dass es unsere kleine geschlossene Gesellschaft gibt.“, sagt der 69-Jährige mit einem unübersehbaren Strahlen in den Augen.

Wenn nicht gemeinsam gesungen und musiziert wird, ist die Gruppe, wie in der bevorstehenden Pause bis September, einmal im Monat zusammen unterwegs. Ab Juni geht es mit dem Bus ins Museum nach Wiesmoor oder mit dem Fahrrad in die vielfältige Natur des Ammerlandes, der Geest, Moore und Marsch. „Die Fahrradtour wird gerne mit einem Grillfest beendet“, schwärmt Johann Bödeker.

Die stets gut besuchte SoVD-Kaffeerunde gibt es inzwischen bereits seit insgesamt zehn Jahren. „Es ist immer toll zu sehen, mit welcher Mühe unsere Vorstandsfrauen diese vielfältige Kuchenauswahl zaubern“, war ihm noch ganz besonders wichtig zu sagen.

NWZ

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