APEN - Noch läuft alles ein bisschen durcheinander bei den Proben, bis zur Premiere am 1. Juli ist ja auch noch Zeit. Mehr als 40 Kinder der Klassenstufen eins bis vier zu bändigen und zum konzentrierten Arbeiten zu bewegen, kann eine große Herausforderung sein. Aber es ist eine, der sich die erwachsenen Helfer in der Aula der Grundschule Apen stellen. Und beileibe nicht die einzige.
„Wir wollen zeigen, dass man auch mit einer relativ kleinen Schule wie der in Apen etwas Tolles auf die Beine stellen kann“, gibt sich Marion Ripken zuversichtlich. Zusammen mit Simone Berner und Andrea Uffen hat sie die Federführung übernommen für die Inszenierung von „Der kleine Tag“, einem Kindermusical von Wolfram Eicke, Rolf Zuckowski und Hans Niehaus.
Unterstützt werden sie von einer Elternmannschaft, die in Eigenregie Kostüme und Requisiten besorgt. Außerdem engagiert sich Thomas Rost von der Kunstschule Apen: Er fertigt zusammen mit den Kindern im regulären Kunstunterricht die Bühnenbilder. Für die musikalische Begleitung sorgt Jan-Hinnerk Scholljegerdes. An Helfern mangelt es also nicht, Sponsoren dürfen sich hingegen weiterhin gerne beteiligen.
In dem Musical geht es um einen Tag, der zunächst nicht besonders erscheint und deshalb von den anderen Tagen nur wenig beachtet wird. Dabei ist er selbst begeistert von seinen Erlebnissen auf der Erde. Als sich ein Jahr später herausstellt, dass er der „Friedenstag“ gewesen ist, wird er in die Runde der „ganz besonderen Tage“ aufgenommen.
Dass der Inhalt seine Wirkung nicht verfehlt hat, darüber freut sich Ripken: „Wir haben während der Proben gemerkt, dass auch Außenseiter voll integriert werden. Die Kinder wollen zusammen ein gutes Schauspiel auf die Bühne bringen. Das mag auch daran liegen, dass wir keinen wirklichen Hauptdarsteller haben, alle Akteure sind gleich wichtig.“ Einzig die Liebesszene ging den jungen Darstellern zu weit: für den Kuss müssen Erwachsene einspringen, weil die Jungen sich bisher standhaft weigerten, einem Mädchen so nah zu kommen.
