Oldenburg - Zu einem Open-air-Frühstück hatte die Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (Also) am Sonnabend ihre Nachbarn und Anlieger sowie Flüchtlinge eingeladen, die inzwischen im Stadtteil Donnerschwee leben. Rund 70 Menschen genossen nach Angaben der Veranstalter das gemeinsame Frühstück bei bestem Wetter.

Im Namen der „Alteingesessenen“ begrüßte Evelyn Schuckart die neuen Bewohner im Stadtteil und eröffnete das Frühstücksbuffet. Die Flüchtlinge mussten aus dem Irak, Syrien, Iran und dem Sudan fliehen. Mousa Mazidi, der sich auch bei der Beratungs- und Bildungsstelle Ibis für Geflüchtete einsetzt, übersetzte ins Arabische und für die aus dem Iran stammenden Flüchtlinge auf Farsi.

Die Also lud ihre Gäste ein, sich gemeinsam für demokratische Verhältnisse weltweit einzusetzen, in der alle Menschen ein Leben in Würde und ohne Angst um Leib und Leben führen können. Ein Sprecher der Geflüchteten bedankte sich für die in Deutschland erfahrene Gastfreundschaft, insbesondere für das Beisammensein zum Frühstück – und freute sich auf weitere gemeinsame Aktionen.

Als ausgesprochen bemerkenswert empfanden es viele Gäste, dass es arbeitslose Oldenburger sind, die sich für die Flüchtlinge engagieren. Für die Also sei das selbstverständlich, hieß es. Die religiös oder politisch motivierten Aktionen gegen die Asylbewerber lehne die Also kategorisch ab. Die Arbeitslosenselbsthilfe erlebe in Gesprächen beispielsweise in der Also-Beratung die große Bereitschaft, Geflüchtete unter menschenwürdigen Verhältnissen willkommen zu heißen. „Die ganz überwiegend von uns angetroffene Haltung ist, dass an keiner Stelle über Notlagen von Menschen hinweggesehen werden darf“, schreibt die Also in einer Mitteilung.