Wardenburg - Im geplanten Wohnbaugebiet am Iburgsweg in Wardenburg (die NWZ berichtete) standen noch vor den ersten Erschließungsarbeiten ausführliche archäologische Grabungen an. Zwei Monate lang wurde gegraben, gesucht und geprüft. Am Freitag zogen die Archäologen der Firma „Denkmal 3D“ schließlich ab. Im Gepäck hatten sie einige interessante Fundstücke aus vergangenen Epochen.
Das Niedersächsische Amt für Denkmalpflege in Oldenburg hat zunächst sogenannte Prospektionsflächen freibaggern lassen, da im Boden archäologische Stätten vermutet wurden. Der Grund: Die Fläche befindet sich am Rande einer bereits nachgewiesenen frühmittelalterlichen Siedlung aus dem achten und neunten Jahrhundert.
Schon als die umliegenden Wohngebiete vor einigen Jahren entstanden sind, wurden Siedlungsreste entdeckt. Damit festgestellt werden konnte, ob auch auf der Fläche des neuen Wohngebiets interessante archäologische Funde lagern, durfte ein Team um die Bezirksarchäologin Dr. Jana Fries aus Oldenburg im März an zwei Tagen stichprobenartig graben. Schon damals wurden auf nur zehn Prozent der Fläche 15 Befunde entdeckt. Weil noch deutlich mehr Schätze im Boden vermutet wurden, beauftragte das Landesamt für Denkmalpflege die Grabungsfirma „Denkmal 3D“ mit umfangreichen Arbeiten am Iburgsweg.
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Falk Näth, Inhaber der Grabungsfirma und Grabungsleiter am Iburgsweg, zog am Freitag nach zwei Monaten ein erstes Zwischenfazit: „Wir haben zahlreiche Funde aus dem Boden holen können, unter anderem vermutlich vier Brunnen und acht Grubenhäuser aus dem achten Jahrhundert. Um das sicher sagen zu können, muss aber erst die Auswertung durch die Bezirksarchäologin abgewartet werden.“
Dr. Jana Fries teilte mit, dass mit den genauen Ergebnissen in den nächsten Wochen zu rechnen sein wird.
