ASCHENSTEDT - Genau 50 Jahre ist es an diesem Sonnabend her, dass sich Erika, geborene Henkel, und Joseph Köberl das Ja-Wort vor Pastor Geisemeyer in der Dötlinger St.-Firminus-Kirche gaben. Zur goldenen Hochzeit wird es wiederum einen Gottesdienst geben, den Pastor Manfred Rose um 10 Uhr leiten wird. Abends wird das Jubiläum im Schützenhof in Dötlingen mit Verwandten, Freunden und Nachbarn, Vertretern der Dötlinger Chöre sowie den Kegelbrüdern und -schwestern gefeiert. Zur Gratulantenschar gehören auch Tochter und Sohn sowie zwei Enkelkinder.
Als Bundesbahnmitarbeiter versah Joseph Köberl auf dem Bahnhof Solingen-Ohligs seinen Dienst. Erika Henkel war damals dort im Haushalt angestellt. Eines Abends kreuzten sich ihre Wege vor einem Kino. In einer nahe gelegenen Kneipe kamen sich die jungen Leute näher. Es wurde gefeiert und gelacht. Am 7. Juli 1958 folgte die Verlobung, und die Hochzeitsglocken läuteten am 8. November 1958 in Dötlingen.
Dorthin verschlug es das junge Glück, nachdem sich Joseph Köberl freiwillig zur Bundeswehr gemeldet hatte. Über die Standorte Wetzlar, Detmold und Lüneburg kam er immer näher nach Dötlingen, ging dann aber als gelernter Tischler in die freie Wirtschaft.
1964 bauten Köberls zusammen mit Erikas Mutter, Ida Henkel, ihr Haus am Rosenweg in Aschenstedt. Bis 1983 war der Ehejubilar wieder Zeitsoldat, machte seine Meisterprüfung und arbeite anschließend bis zum Ruhestand als Tischler.
In ihrer Freizeit sind Erika und Joseph Köberl beide im Gemischten Chor Dötlingen und der Jubel-Bräutigam zusätzlich im Männergesangverein aktiv. Auch treffen sie sich seit 35 Jahren regelmäßig auf Gut Altona mit ihrem Kegelverein, der heute allerdings ein Knobelverein ist, da die Kegelbahn inzwischen nicht mehr existiert. Daneben ist Joseph Köberl im Seniorenarbeitskreis Dötlingen tätig. „Ich bin dort der Fotograf und halte alles im Bild fest.“ Außerdem brachte er noch zu Pastor Geisemeyers Zeiten Leben in den brach liegenden Posaunenchor. Rund 25 Jahre galt er als Aktivposten. Nach einem Schlaganfall musste er das Posaunenblasen aufgeben.
Eines der schönsten Erlebnisse in der langen Ehezeit war eine zehntägige Reise mit Wohnwagen und Fahrrad von Cuxhaven bis nach Karlbach. Das Jubelpaar gerät heute noch ins Schwärmen. Mit dem Wohnwagen wurden am Tag rund 100 Kilometer zurückgelegt und meist auf Höfen privat Quartiere gesucht. Mit dem Rad fuhren Erika und Joseph Köberl dann einem befreundeten Paar entgegen, das die Tour gänzlich mit dem Fahrrad zurücklegte. „Das war einer der schönsten Urlaube, den wir gemacht haben“, erklärte Erika Köberl.
