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KULTUR Über die Liebe und die Sinnsuche

ULRICH SCHLÜTER

ATENS - Am Theater zu arbeiten ist für Markus Müller etwas Wunderbares. Es sei der schönste Ort, sagte der Intendant des Oldenburgischen Staatstheaters. „Wir machen nur Prototypen. Nichts geht in Serie“, betonte er. Ein Flugzeugwerk wäre schon längst über den Jordan gegangen.

Nicht so das Staatstheater: „Die letzte Spielzeit war die beste seit 15 Jahren“, sagte der Generalintendant. Und die derzeitige verspreche gar, noch besser zu werden. „Wir haben die richtigen Themen gewählt“, gab Markus Müller eine Erklärung für den stetigen Aufschwung des Theaters. „Die Ensemble-Mitglieder haben Lust, bei uns zu arbeiten, weil die Qualität stimmt.“ Oldenburg sei mittlerweile auch ein Sprungbrett für andere Häuser.

Der Theaterbeirat und das Kulturbüro Nordenham hatten zur Vorstellung der Schauspielsaison 2009/2010 in den Burgsaal der Friedeburg eingeladen. Mit dabei war der Staatatheater-Intendant, der den rund 30 interessierten Zuhörern am Donnerstagabend die Bedeutung des Theaters näher brachte. Über die vier Stücke, die das Staatstheater in der Friedeburg aufführen wird, informierte die Dramaturgin Johanna Wall. Auch Vertreter der Landesbühne Nord, des Theaters für Niedersachsen und der Shakespeare Company Bremen waren vertreten und gaben einen Ausblick auf ihre Beiträge zum Nordenhamer Theaterprogramm (siehe Kasten rechts).

In den Genuss der Inszenierungen, die laut Markus Müller nie zur Routine werden, kommen auch die kulturinteressierten Nordenhamer. Es sei wichtig, dass große Werke an solche Orte kämen und Lust aufs Theater machten. Das trage zur weiteren Reputation des Hauses bei, das in Deutschland und darüber hinaus mittlerweile über großes Renommee verfüge. Man sei stets bestrebt, auch überregionalen Maßstäben gerecht zu werden.

Der Kinder- und Jugendarbeit widmet das Staatstheater seine besondere Aufmerksamkeit. Denn es ist laut Markus Müller auch für den Fortbestand der Häuser wichtig, den Nachwuchs anzusprechen und fürs Theater zu begeistern. „Wir müssen an allen Fronten ansetzen“, bekräftigte Markus Müller. Mit der Theater-Rallye und anderen Aktionen für Mädchen und Jungen sei das Oldenburger Haus auf einem sehr guten Weg.

Das Staatstheater beteiligt sich mit zwei Schauspielen und zwei Opern an der neuen Spielzeit. Das Bühnenbild für „Mutter Courage und ihre Kinder“ beispielsweise könne jedoch nicht in der kompletten Pracht präsentiert werden, sagte der Generalintendant. Der Aufwand sei zu groß. Die Techniker tüftelten an einer adäquaten Lösung, um den Zuschauern eine perfekte Inszenierung zu bieten.

Heiko Thaden, Vorsitzender des Theaterbeirats, forderte die Anwesenden auf, auch Bekannte für einen Besuch zu begeistern. Wenn die Stücke angenommen würden, fiele es der Verwaltung schwerer, angesichts der wirtschaftlichen Lage den Rotstift anzusetzen. Auch Markus Müller machte deutlich, dass das Staatstheater ein weiteres Engagement in Nordenham von einer guten Auslastung abhängig machen könnte.

Acht aufführungen

Zum Auftakt

der Spielzeit führt das Oldenburgische Staatstheater am Dienstag, 20. Oktober, „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Es folgt die Landesbühne Nord am Montag, 16. November, mit dem Drama „Ein Blick von der Brücke“ von Arthur Miller. Am Freitag, 18. Dezember, zeigt das Staatstheater das Drama „Glaube, Liebe und Hoffnung“ von Ödon von Horváth. Und am Dienstag, 19. Januar, ist Bertolt Brechts Stück „Mutter Courage und ihre Kinder“ zu sehen. „Ende gut, alles gut“ heißt es am Sonnabend, 27. Februar, seitens der Shakespeare Company Bremen. Eine „Große Musical-Gala“ des Theaters für Niedersachsen steht am Sonntag, 14. März, auf dem Programm. Giuseppe Verdis „Il Trovatore“ spielt das Staatstheater am Mittwoch, 14. April. Zum Abschluss zeigt die Landesbühne Nord am 6. Mai „Das Käthchen von Heilbronn“ (Heinrich von Kleist).

Beginn ist

jeweils um 19.30 Uhr in der Friedeburg; eine Einführung in die Stücke gibt es immer um 19 Uhr.
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