Neustadtgödens - Die Heimatkunde ist das große Steckenpferd von Michael Clemens. Eigentlich ideal für die Arbeit im Heimatverein Gödens-Sande, doch nun steht der bisherige 2. Vorsitzende nicht mehr zur Verfügung. Bereits seit längerem hatte Clemens den Schritt angekündigt, nun hat er ihn bei der Jahreshauptversammlung vollzogen. Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht.

Nun sind neben Vorsitzender Hilke Arnold noch Sandra Löschen als Schriftführerin und Erich Heeren als Kassenwart im Vorstand. „Das ist eine bedenkliche Entwicklung“, sagte Arnold: Zumal sie selbst nicht mehr die jüngste sei und Erich Heeren auch schon über 80 Jahre alt ist.

Die zunehmenden Schwierigkeiten der Vereine, Nachfolger für Ämter zu finden, griff auch Bürgermeister Stephan Eiklenborg auf. Er hoffe aber, dass sich doch bis zu 80 Prozent der Vereine halten könnten, im Zweifel auch durch Zusammenschlüsse.

Hilke Arnold dankte Michael Clemens, der bis auf eine kurze Unterbrechung seit der Gründung des Heimatvereins 1979 im Vorstand mitgearbeitet hat, für seine oft federführende Arbeit – darunter die Sanierung der Wedelfeldmühle, die Leitung des heimatkundlichen Arbeitskreises und des Arbeitskreises Schriftenreihe. Ihm sei es stets ein Anliegen, das kulturelle Erbe von Neustadtgödens und Gödens zu bewahren, erklärte er.

Neue Mitarbeiter werden auch für die Pflege der Hafenanlage gesucht, denn Hilke Arnold verabschiedete Erich Heeren, Albert Mehl und Horst Janßen, die aus Altersgründen aufhören wollten. Nachfolger sind nicht in Sicht.

Zuvor hatte Arnold von vielen Veranstaltungen berichtet. Reges Leben gibt es bei den „Sängern vom Schwarzen Brack“, der Männerchor hatte viel Erfolg bei zahlreichen Auftritten. Viel zu tun hatte auch die Gruppe der freiwilligen Windmüller, denn an der Wedelfeldmühle waren verschiedene Arbeiten nötig. Die Windmüller erledigten dabei viele Arbeiten selbst. Die Wasserschöpfmühle wird seit gut einem Jahr unter dem Dach des Födervereins Neustadtgödenser Mühlen im Verbund mit der Oberahmer Peldemühle betreut. Nur so war es möglich, die Wedelfeldmühle finanziell zu sichern.