Harpstedt - „Seht ihr, auch Dirigenten machen mal Fehler, zum Glück haben die Cellisten gerade sehr gut reagiert“: Dieter Holzapfel bewies Mut zur Selbstkritik am Dienstagmorgen in der Harpstedter Christuskirche.
Die meisten Zuhörer hätten den von ihm eingestandenen Fehler aber wohl kaum bemerkt. Das Publikum an diesem Vormittag bestand aus Lehrern und Schülern der Oberschule Harpstedt, die kurzfristig die Gelegenheit bekommen hatten, die Vorbereitungen des Desaga Solisten Chamber Orchestra auf das große Benefizkonzert zugunsten der NWZ -Weihnachtsaktion am Mittwochabend mitzuerleben.
Holzapfel nutzte die Gelegenheit, viel über Beethoven, seine Musik und die Arbeit mit einem Orchester zu berichten. Besonders fasziniert, das war deutlich, waren die Schüler aber von der Hingabe, mit der Musiker und Dirigent schon während der Proben am Werk waren.
„Schüler, die so etwas nie erlebt haben, gehen auch später nicht ins Konzert oder ins Theater“, verriet Holzapfel, warum er die Einladung ausgesprochen hat. „Mir ist es wichtig, auch junge Leute an diese Art der Musik heranzuführen.“
Darüber freuten sich auch die Lehrer, die mit ihren Klassen die Einladung angenommen hatten. „Für die Schüler ist es natürlich eine Herausforderung, zweieinhalb Stunden still zu sitzen. Aber es ist toll, wie Herr Holzapfel sie immer wieder einbindet“, sagte Martina Janßen. „Besonders bei den Kleineren in den ersten Reihen kann man beobachten, wie sie mitgehen“, ergänzte ihr Kollege Eike Harnisch.
Jugendliche und erwachsene Musikfreunde können das Desaga Solisten Chamber Orchestra an diesem Mittwochabend in der Christuskirche erleben. Ab 19.30 Uhr spielt das Orchester die Sinfonien 1 und 2 sowie die Egmont-Ouvertüre. Am Dirigentenpult steht auch dann wieder Dieter Holzapfel, Präsident des DRK-Landesverbandes Oldenburg.
Stargast ist der Pianist Justus Frantz, der Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 in C-Moll spielen wird.
Moderiert wird der Abend von Dieterfritz Arning. Der ehemalige leitende Polizeidirektor ist mittlerweile als Autor und als Mitglied der August-Hinrichs Bühne im Oldenburger Raum weithin bekannt.
Einige Restkarten für das Konzert wird es noch an der Abendkasse geben, die meisten für Plätze mit eingeschränkter Sicht auf der Empore (25 Euro), eventuell auch einige für Plätze im Kirchenraum (28 Euro).
