Hude - Ein Fuchs, eine Katze und ein Hund suchen nach dem wahren Glück. Doch jedes Tier aus diesem ungleichen Trio hat so seine Schwächen. Gemeinsam ergänzen sie sich aber perfekt, und so starten sie Seite an Seite in ein lustiges wie spannendes Abenteuer.
Die Geschichte „Reise zum Glück“ von Autor Josef Koller lehrt Kinder, wie wichtig Freundschaft ist – und zog die Schülerinnen und Schüler der Katholischen Grundschule für eine Stunde in ihren Bann. Koller war am Freitagmorgen in Hude zu Gast und gab den Erst- bis Viertklässlern im Anschluss an die Lesung noch wertvolle Tipps für das Schreiben von Geschichten mit auf den Heimweg.
Bevor er aber sein neuestes Buch vorstellte, waren erst einmal die Kinder an der Reihe. Julia, Rasmus und Marcel trugen ein Gedicht vor, Yara folgte mit einer Buchvorstellung. Emma (dritte Klasse) und Franziska (erste Klasse) hatten in den Wochen zuvor gemeinsam die Geschichte „Der Marienkäferausflug“ geschrieben, die sie nun mit selbst gemalten Bildern ihren Mitschülern präsentierten. „Klassenübergreifend gibt es jede Woche eine Deutschstunde, in der Schüler aus der Eingangsstufe mit älteren Kindern fantasievolle Geschichten schreiben“, erklärt Rektorin Sylvia Horning.
Gar nicht so viel Fantasie benötigten die Kinder, um sich in Kollers Figuren hineinzuversetzen. Bilder, eine genaue Beschreibung der drei Tiere sowie seine Gestik und Mimik ließen vor den Augen ein klares Bild entstehen. Der Autor aus Bayern nahm das Buch deshalb nur selten in die Hand, um daraus vorzulesen.
Anschließend erbrachte er den Beweis, dass auch gestandene Kinderbuchautoren – „Reise zum Glück“ ist sein fünftes Werk – erst einmal auf dem Block und mit dem Kugelschreiber schreiben. Das Problem sei meistens, eine Überschrift zu finden – eine Erfahrung, die auch die Schüler bereits gemacht haben.
„Schreiben heißt aber auch viel lesen. Wenn ich Seite 80 schreibe, habe ich manchmal schon wieder vergessen, was auf Seite drei steht“, sagte Koller. Überhaupt sei Lesen sehr wichtig für Kinder. „Nur wer täglich ein paar Seiten liest, kann auch besser darin werden“, empfahl er den Schülern. Mit „Reise zum Glück“ können sie ja anfangen.
