Hude - Geschichten, Kino und Musik haben am Freitagabend an den Kirchenreformator Martin Luther erinnert. Der Evangelisch-Lutherische Kindergarten Regenbogeninsel feierte nicht nur den Reformationstag, sondern auch sein 20-jähriges Bestehen.
Trotz Regen hatte das Kindergartenfest vor der Eingangstür mit einem gemeinsamen Lied begonnen. Alles drehte sich um die Lebensgeschichte Martin Luthers. Symbolisch wurden Kerzen und selbst gebastelte Figuren zu seinen Ehren niedergelegt. Doch damit nicht genug. Weiter ging es in den Räumen des Kindergartens mit spannenden Mitmachangeboten. Es konnten Apfellichter hergestellt und Karten gedruckt werden. Außerdem gab es Buttons mit einem zum Reformationstag passenden Motiv. Für Spaß und Spannung sorgten das Kino für Kinder und ein Fragespiel. In einem Gewitterspaziergang konnten sich die Kinder und Eltern auf die Spuren Luthers begeben oder ein Reitangebot nutzen.
Das Programm konnte sich sehen lassen und kam bei den vielen Besuchern an. Neben der Leiterin Anke Jacobs sind tagtäglich 25 pädagogische Mitarbeiterinnen für 105 Kinder zuständig. 1993 startete die erste Integrationsgruppe in der Einrichtung – die erste im Landkreis Oldenburg. Inzwischen gibt es in der „Regenbogeninsel“ drei Integrationsgruppen mit jeweils vier behinderten Kindern und je 13 bis 14 nichtbehinderten Kindern. Zusätzlich wurde im Dezember 2012 eine integrative Krippengruppe eingerichtet. Zur Förderung der Integrationskinder sind heilpädagogische Fachkräfte angestellt und bei Bedarf kommen Therapeuten für Ergotherapie, Logopädie und Krankengymnastik.
Besondere Bedeutung hat für die Kinder die Reittherapie, die einmal wöchentlich stattfindet. Da diese Therapie sehr kostenintensiv ist, soll der Fest-Erlös dafür verwendet werden. Nach dem Prinzip „Lernen und Erfahren“ gibt es viele Angebote, die von den Kindern angenommen werden. Neben dem Fest gab es noch einen Basar, auf dem Kerzen, Kekse, Konfitüre und vieles mehr zum Kauf angeboten wurde.
