Westerstede - „Es war wirklich beeindruckend, wie viele Lebensmittel für unser Projekt abgegeben wurden und wie groß das Interesse der Menschen war, Geld für die Hilfsaktion zu spenden“, freut sich Wiebke Meiwald. Die gebürtige Westerstederin hatte Ende November zu Spenden aufgerufen, da sie auf der Balkanroute warme Mahlzeiten für Flüchtlinge anbieten wollte (NWZ berichtete).
Nun sind sie und ihre acht Mitstreiter von ihrer zehntägigen Reise zurückgekehrt. An der griechisch-mazedonischen Grenze in der Nähe der griechischen Stadt Idomeni, hat die Gruppe junger Studierender in einem Durchgangslager für Flüchtlinge Essen zubereitet. „Auf der Basis von Gemüsebrühe und Linsen haben wir verschiedene Suppen gekocht“, sagt Wiebke Meiwald. „In einer zweistündigen Schicht haben wir etwa 750 Portionen verteilt, bis zu acht Stunden am Tag haben wir Essen ausgegeben“, schätzt die 21-Jährige. Sie sei besonders beeindruckt davon gewesen, wie die Menschen getanzt und gefeiert hätten, als sie eine warme Suppe bekamen. Viele der dankbaren Schutzsuchenden hätten gefragt, ob sie helfen könnten, so Meiwald. „Wir haben mit Menschen aus Nepal, Pakistan, Marokko, Iran oder Somalia zusammen gekocht und abgewaschen“, berichtet Meiwald. So hätten die Flüchtlinge die Hoffnungslosigkeit aufgrund der geschlossenen Grenzen vergessen können, sagt die Göttinger Studentin.
„Es war eine spannende Erfahrung“, bilanziert sie. „Ich bin froh, dass ich helfen konnte und dass andere Freiwillige, die wir dort getroffen haben, die weitere Versorgung sicherstellen werden.“ Die 21-Jährige überlegt, ob sie bereits in den Weihnachtsferien, spätestens jedoch in den Semesterferien, zurückkehrt.
