Lemwerder - Jede Menge Spaß verspricht das neue Stück der Brook- un Lechtersietspeeler, das Ende des Monats seine Premiere feiert. In diesem Jahr darf über „De verarmte Arv- onkel“ gelacht werden. Im Januar sind die Proben bereits in die heiße Phase übergegangen. Das heißt, dass sich das Ensemble seitdem zweimal wöchentlich trifft. In Kostümen wird das Stück dabei jedes Mal inmitten der fertigen Kulissen im Altenescher Dorfgemeinschaftshaus komplett durchgespielt – selbst, wenn an einem dieser Probentage der eigene Geburtstag ansteht. Schließlich gibt es auf und hinter der Bühne noch einiges zu tun. Aber Spaß haben alle dabei sehr viel, wie das Gelächter im Proberaum verrät. Da wird überlegt, ob es Wilhelm oder doch Hugo war, der fegt, während der andere die Schaufel hält. Postbotin Helga bleibt aus Versehen mit ihrer Fracht in der Tür hängen. Und Souffleuse Regina Rethorn muss immer wieder mit Textstellen aushelfen.

„Im Stück gibt es sehr viele Kostümwechsel“, verrät Regisseurin Susanne Dänekas, die zusammen mit Schauspielerin Anita Damrow auch für die Maske zuständig ist. Ein Probeschminken, um festzustellen, welche Farbe beispielsweise die Grundierung haben muss und ob das Make up die Hitze der Scheinwerfer aushält, ist genauso unerlässlich wie der richtige Sitz der Kopfbedeckungen, die schließlich nicht die Gesichter verdecken sollen.

Mit zwölf Schauspielern wird es auf der Bühne besonders voll. Seinen ersten Auftritt wird Frank Eschert-Evers haben, der in dem Stück den Eduard mimt. Aus einer Bierlaune heraus sei er bei den Brook- un Lechtersietspeeler gelandet, schmunzelt er.

Um zwei Schwestern, die sich nicht grün sind, deren verschuldete Gaststätten, Erbonkel Paul, der eines Tages völlig verarmt auf der Matte steht, und viele andere mehr geht es in dem – immer wieder überraschenden – plattdeutschen Dreiakter von Erich Koch. Er verspricht ordentliche Strapazen für die Lachmuskeln.