Schillig - Unter dem Motto „Häng Dich rein ins Netz, das Frauen trägt“ haben Vertreterinnen des Landesverbands Oldenburg der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) am Dienstag am Strand von Schillig ihre Tour gestartet, die am südlichsten Ort des Verbandsgebiets in den Dammer Bergen enden wird. Damit beteiligt sich der kfd-Landesverband an einer bundesweiten Aktion. Mit dem kfd-Mobil wollen die Frauen sich und ihre Arbeit bekannter machen und neue Frauen für ihre Sache werben. „Denn wir haben festgestellt, dass es immer noch viele Frauen gibt, die uns nicht kennen“, sagt Verbandsreferentin Mechtild Pille aus Vechta.

Kfd-Gruppen gibt es in Sande und in Jever/Schortens. Insgesamt sind dort etwa 100 Frauen organisiert, im Landesverband Oldenburg sind es etwa 3200 – Tendenz steigend. Etwa 500 000 Mitglieder zählt die kfd, die Frauen eine unüberhörbare Stimme in Kirche und Gesellschaft geben will, in ganz Deutschland.

Dabei besetzen sie Themen der Gleichberechtigung: Es geht ihnen unter anderem um die Gleichstellung von Männern und Frauen im Lebensverlauf, um eine gleichwertige Bezahlung beider Geschlechter bei vergleichbarer beruflicher Qualifikation und um die Anerkennung von Erziehungs- und Familienarbeit. „Frauen und auch Männer sollten ihre Erwerbstätigkeit zugunsten der Sorgearbeit für Kinder und Pflegebedürftige unterbrechen können, ohne dass sich das negativ auf ihre soziale Sicherung insbesondere im Alter auswirkt“, betont Mechthild Pille.

„Frauen und Männer sollen die Wahl haben“, findet auch die Sprecherin des kfd-Landesverbands Oldenburg, Maria Ruprecht aus Sande. Dazu seien auch entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen notwendig. „Etwa der Ausbau der Kinderbetreuung“, fordert Ruprecht. In den Blick nehmen die Frauen auch die Rente und den Niedriglohnsektor. „(Alters)-Armut ist weiblich“, sagen sie.

Zudem setzt sich die kfd für eine Annäherung an die Gleichstellung innerhalb der katholischen Kirche ein. „Frauen sind inzwischen als Messdienerinnen und Lektorinnen zugelassen“, sagt Ruprecht und nennt damit Erfolge der kfd. Hinzu kommen die Mütterrente und eine einheitliche Notruf-Nummer für missbrauchte Frauen.