Sande - Die evangelische Kirchengemeinde Sande steht vor einem großen personellen Umbruch: Innerhalb eines Jahres haben beziehungsweise werden alle drei Pastoren die Gemeinde verlassen.

Nach Meike von Fintel und Angela Kern-Groen, die bereits Ende Februar und Ende März neue Stellen in Heppens beziehungsweise in Marx und Etzel angetreten haben, folgt in einem Jahr Pastor Gerd Pöppelmeier: Er geht Ende Mai 2017 in den Ruhestand. Für die beiden Pastorinnen wird nun übergangsweise Pastor Rüdiger Gehrmann das verbliebene Sander Pastorenteam unterstützen (die NWZ  berichtete).

Rüdiger Gehrmann war vor seinem Wechsel in den Kirchenkreis 17 Jahre lang Gemeindepfarrer in der Kirchengemeinde Cleverns-Sandel. Heute ist der 61-Jährige als Pfarrer für pastorale Dienste im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven für Gottesdienste, Amtshandlungen und Seelsorge in Gemeinden oder Gemeindebezirken zuständig, die für eine gewisse Zeit vakant sind.

Noch bis zum Herbst arbeitet Gehrmann in der Kirchengemeinde Neuenburg. Mit einer halben Stelle wirkt er seit Anfang April bereits in Sande mit. Er werde sich um Amtshandlungen wie Taufen, Trauungen und Beerdigungen kümmern und sich in der Altenheimseelsorge engagieren. Ab Mitte Oktober, dann kehrt in Neuenburg die dortige Pastorin aus der Elternzeit an ihre Stelle zurück, könne er sich mit voller Kraft den Sandern widmen, sagte Gehrmann.

Ob seine Unterstützung dann noch nötig sein sollte, ist ungewiss: Wie berichtet, werden die beiden bisherigen halben Stellen zusammengefasst und als 100-Prozent-Stelle ausgeschrieben. „Das ist für die Bewerber attraktiver“, sagt Pastor Gerd Pöppelmeier. Der Nachfolger oder die Nachfolgerin wird im Pfarrhaus Cäciliengroden wohnen und mit jeweils einer halben Stelle die Pfarrstellen Cäciliengroden und Sande Nord betreuen.

„Die Gottesdienste in Sande und Cäciliengroden sind gesichert, der Plan für die nächsten Wochen steht“, so Kreispfarrer Christian Scheuer. Neben Gehrmann, der punktuell auch Gottesdienste abhält, wird die Gemeinde von anderen Pastoren aus dem Kirchenkreis unterstützt.

Bis die vakante Stelle wieder besetzt werden kann, kann es Monate dauern. Und kaum hat die Gemeinde ihre Schäfchen im Trockenen, beginnt die Suche von Neuem: Wenn es für Pöppelmeier heißt, Abschied zu nehmen.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever