Oldenburg - Das 23. Internationale Filmfest Oldenburg zeigt ab dem 14. September rund 50 Spiel- und 14 Kurzfilme. Das Festival ehre in diesem Jahr mit einer Retrospektive den französischen Filmemacher Christophe Honoré, sagte Festivalleiter Torsten Neumann am Dienstag. Er bezeichnete Honoré als „den derzeit spannendsten Filmemacher Frankreichs“. Gezeigt werden sechs Produktionen des Franzosen, darunter „Métamorphoses“ von 2014 und sein jüngstes Werk „Les malheurs de Sophie“. Beide Filme laufen als Deutschlandpremieren. Das Festival endet am 18. September.
Erneut sollen vier Filme des Festivals in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg gezeigt werden. Das „Kino im Knast“ werde vom evangelischen Bischof Jan Janssen eröffnet. In dem Hochsicherheitsgefängnis können Inhaftierte und Gäste die Filme gemeinsam sehen, sagte Neumann. Das kalifornische „Moviemaker-Magazin“ habe im vergangenen Jahr das Festival deshalb unter die „25 coolsten Filmfestivals der Welt“ gewählt. In den fünf Festivaltagen werden insgesamt rund 15.000 Besucher erwartet.
Zu den weiteren Höhepunkten zählen aktuelle Produktionen aus den USA, Frankreich und Deutschland. Dazu gehöre beispielsweise der US-Western „In a Valley of Violence“ des Regisseurs Ti West mit Ethan Hawke, John Travolta und Larry Fessenden in den Hauptrollen. Der Streifen werde erstmals außerhalb der USA gezeigt. Aus Deutschland laufen „Die Hände meiner Mutter“ von Florian Eichinger und „Das letzte Abteil“ von Andreas Schaap, einem gebürtigen Oldenburger.
Ebenfalls beim Filmfest mit dabei: Der schräge Streifen „She’s Allergic To Cats“ von Regisseur Michael Reich. Hauptdarstellerin Sonja Kinski, Enkelin von Schauspielwüterich Klaus Kinski, reist hierfür nach Oldenburg.
Während des Filmfestes werden drei Preise verliehen. Der Publikumspreis „German Independence Award“ ist mit 2000 Euro dotiert. 500 Euro Preisgeld sind für den besten Kurzfilm vorgesehen, sagte Neumann. Außerdem werde eine Jury die beste weibliche und männliche Rolle mit dem undotierten „Seymour Cassel Award“ ehren.
Ab diesem Donnerstag (18. August) wird auf mehr als 80 Leinwänden bundesweit ein selbstironischer Kino-Trailer für das Festival werben, sagte Neumann. Es sei eine „Hommage“ an Stanley Kubricks legendäre Verfilmung des Romans „The Shining“ von Stephen King.
