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Rock Am See Auf Klasse statt Masse setzen

Mirja Zipfel

FRAGE:

Moin Herr Hellwig, puh, geschafft. War ja ganz schön schwierig, sich mit Ihnen zu einem Telefoninterview zu verabreden. . .

HELLWIG

: Tatsächlich?

FRAGE:

Ja, aber jetzt sind Sie dran. Sind Sie als Band so viel unterwegs?

HELLWIG

: Wir kommen schon ganz gut rum. Als Band nehmen wir circa 30 Auftritte im Jahr wahr, die meisten davon in der kalten Jahreszeit. Das klingt vielleicht nach nicht ganz so viel. Aber man darf nicht vergessen, dass wir die Musik nur als Hobby betreiben und tagsüber anderen Berufen nachgehen. Der andere Grund für die begrenzte Anzahl an Konzerten ist, dass sich unsere Auftritte nicht abnutzen sollen. Sie leben von der Spielfreude.

FRAGE:

Am 11. August treten sie am Maiglöckchensee in Scharrel auf. Haben Sie eine Ahnung, wo das liegt?

HELLWIG

: (überlegt)In der Nähe von Ostfriesland?

FRAGE:

Die grobe Richtung stimmt. Scharrel ist Teil des Saterlands. Das wiederum gehört zum Landkreis Cloppenburg . . .

HELLWIG

: Ja, ich erinnere mich. Wir sind vor 18 Jahren mal in Friesoythe aufgetreten. Das liegt doch auch dort in der Nähe, oder? Aber fragen Sie mich bitte nicht mehr, wie die Bar hieß, in der wir damals gespielt haben. Aber zurück zur Frage: Natürlich informieren wir uns, wo wir auftreten. Meistens bleibt auf der Fahrt zum Veranstaltungsort genügend Zeit, um Details nachzulesen.

FRAGE:

Es heißt, Sie bringen einen Teil ihrer Fans gleich mit zu den Auftritten. Stimmt das?

HELLWIG

: (lacht) Ja, tatsächlich reisen uns einige hinterher. Es handelt sich um einen kleinen harten Kern von Leuten. Die schauen sich von den 30 Konzerten circa 20 an. Meistens entdecken wir sie direkt vor der Bühne stehen – gut zu erkennen in den Fan-T-Shirts.

FRAGE:

Kommen die wegen Ihnen oder weil sie eigentlich Fans von der irischen Band U2 sind?

HELLWIG

: (überlegt) Gute Frage. .  . Also, wenn wir auf Festivals spielen, dann kommen die Besucher eher wegen der Songs von U2. Treten wir in Clubs auf, haben wir die Erfahrung gemacht, dass es mehr um uns als Band geht.

FRAGE:

Sie interpretieren ausschließlich U2. Wird das denn nie langweilig?

HELLWIG

: Nein, überhaupt nicht. U2 ist eine Band, die immer gegen den Strom geschwommen ist. In den Achtzigern grenzte sie sich mit ihrer Musik wohltuend von anderen ab, weil sie viele Emotionen, viel Pathos in ihre Songs legte. In den Neunzigern hat sie sich neu erfunden. Das Album „Achtung Baby“ ist für uns ein Meilenstein in der Musikgeschichte.

FRAGE:

Auf was dürfen sich die Festivalbesucher am 11. August musikalisch einstellen?

HELLWIG

: In Scharrel wollen wir in erster Linie auf bewährte Hits zurückgreifen. Spielen wir in Clubs, sind es eher die unbekannten Lieder der Band. Aber wir meinen, dass wir bei Open-Air-Auftritten den Besuchern eher die ganz großen Hits schuldig sind. Und es ist wohl auch das, was die Leute von uns hören wollen.
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