Eversten - Max Reger, Komponist der Spätromantik, geboren am 19. März 1873, starb vor 100 Jahren am 11. Mai 1916. Aus diesem Anlass werden im Laufe des Jahres in St. Ansgar die sieben großen Orgel-Choralfantasien des Leipziger Meisters aufgeführt. Gemeinsam mit dem Verdener Domorganisten Tillmann Benfer wird Kantor Johannes von Hoff in vier Konzerten diese intensive Musik dem Oldenburger Publikum vorstellen. Das erste Konzert dieser Reihe erklingt an diesem Sonntag.

Eine ausführliche Erläuterung sowie eine Einführung in den Stil der Musik und die Kompositionsweise, wie sich Max Reger dem Choraltext nähert, sollen dem Zuhörer den Zugang zu diesen komplexen Werken ermöglichen. Die Orgel, mit nahezu all ihren dynamischen und farblichen Schattierungen, kommt in diesen Choralfantasien besonders zur Geltung. Im ersten Konzert, das um 17 Uhr in der Ansgari-Kirche, Edewechter Landstraße, beginnt, stehen auf dem Programm: die beiden Fantasien über die Choräle „Freu dich sehr, o meine Seele“ op. 30 und „Halleluja, Gott zu loben“ op. 52,3.

Während „Freu dich sehr, o meine Seele“ ein heute noch gesungenes Lied ist und von vielen Komponisten vertont wurde, ist der Choral „Halleluja, Gott zu loben“ heute völlig unbekannt. Johannes von Hoff kündigt an: „In beiden Fantasien wird die Klangwelt Regers eindrücklich vorgestellt – zum einen den barocken Strukturen verhaftet, zum anderen der ausladenden spätromantischen Harmonik.“

Der Eintritt zu diesem Konzert ist kostenfrei.