AUGUSTFEHN - Für viele der Jugendlichen in der Sporthalle in Augustfehn war es das erste Konzert ihres Lebens. Und der CVJM hatte alles dafür getan, den Gästen den Eindruck eines „richtigen“ Rockkonzerts zu geben: eine große Bühne, eine beeindruckende Lichtanlage, dazu eine tolle Akustik in der Halle, Security-Mitarbeiter und eine kleine Bar. Einziger Unterschied zu Konzerten mit prominenten Musikern: Auf der Bühne stand die Ten Sing-Gruppe Augustfehn und brachte mit ihren 35 Künstlern die Halle ein ums andere Mal an den Siedepunkt.
Was genau heißt aber Ten Sing? Das kann Thomas Knopp von der Ten Sing-Gruppe Augustfehn erklären. „Der Begriff ist ein Kunstwort aus Teenager und Singer und entstand ca. 1968 in Norwegen.“ Zusammen mit dem Technischen Leiter Niklas Börchers und dem für die Band zuständigen Berend Brandt hat der 30-jährige Elektrotechniker ein fast dreistündiges Event organisiert, das von Live-Musik über Tanzeinlagen bis zu kurzen Theaterpassagen einen bunten Mix enthielt. Nicht nur die jugendlichen Zuschauer waren begeistert. Auch viele Eltern wohnten dem Konzert bei. Rund um die Schule war kein einziger freier Parkplatz mehr zu sehen.
Unter der Federführung des CVJM hatten die Jugendlichen ein Jahr lang für den großen Auftritt geprobt. Jede der Gruppen – Chor, Band, Theatergruppe, Tänzer, Technik – übte den Auftritt für sich alleine ein, bevor an einem gemeinsamen Probenwochenende das Ganze zu einem Auftritt verschmolzen wurde. Die lange Übungsphase der Gruppen zahlte sich aus.
Nicht nur aktuelle Musikstücke, sondern auch Rockklassiker wie „Hold the Line“ von Toto wurden gespielt. „Die Auswahl der Stücke erfolgt in der Gruppe“, verrät Knopp. „Am Anfang des Jahres schreibt die Gruppe alle Lieder auf, von denen sie meinen, dass sie spielbar sind. Dann werden die Lieder genommen, die am häufigsten genannt werden und auch passend zum Charakter des Konzerts sind. Auch Lieder wie „Highway to Hell“ haben wir schon gespielt. Es muss also nichts Christliches sein, sollte aber die Zuschauer in Stimmung bringen“, erklärt er mit einem Lächeln.
Auf die Frage wie lange die Gruppe sich jetzt auf den Lorbeeren der gelungen Aufführung ausruhen kann, lächelt Knopp erneut. „Bis Dienstag, dann beginnen die Proben für das nächste Jahr“. Den Erfolg und die Zuschauerzahl dieses Jahres zu überbieten, dürfte aber ein hartes Stück Arbeit sein.
@ Mehr Fotos unter
