AUGUSTFEHN - AUGUSTFEHN - Lyrik und Prosa zum Thema „Türen und Tore“ stand jetzt im Mittelpunkt einer Lesung der Autorengruppe „Wortstatt“ im Eisenhüttenturm (Kesselhaus) der alten Eisenhütte in Augustfehn. Parallel zur aktuellen Ausstellung des Kunstpfades Ammerland hatten die fünf Autorinnen das Motto zum Anlass genommen, sich auch in schriftlicher Form mit dem Thema zu beschäftigen.
„Wir werden hier an diesem Morgen sehr schöne Dinge hören“, bemerkte Jochen Kusber bei der Begrüßung der Gäste. In den nachfolgenden Textbeiträgen von Hilka Koch, Frauke Röhrs, Marianne Stommel, Gisa Kossel und Adriane Meinhard ging es unter auch um eine Situationsbeschreibung aus dem Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses, wo die verschlossene Tür den Bewegungsraum eines Inhaftierten begrenzt. In dem Beitrag „Tür an Tür mit Ali“ von Gisa Kossel wurden nachbarliche Begegnungen vor der Wohnungstür beschrieben. „Lange verschlossene Türen“ öffneten sich symbolisch im Beitrag von Marianne Stommel. Karin Förster aus Westerstede (mit einem Bild in der Ausstellung vertreten) erzählte in einer „Einweihung mit Zwischenfall“ von einer wahren Begebenheit aus dem Nachkriegsjahren aus Augustfehn. Am Ende gab es viel Beifall für die Autorinnen, die wärmende Tasse Tee im Anschluss war auch noch bei der Lesung inbegriffen. Die Gruppe „Wortstatt“ mit Hilka Koch aus Rostrup gibt es mittlerweile
bereits seit mehr als 24 Jahren. „Nächstes Jahr feiern wir unser 25-jähriges Bestehen. Hin und wieder wechseln auch schon mal die Autorinnen und Autoren. Das ist ja gerade das Spannende an der Sache“, erläuterte Hilka Koch. „Die Texte sind immer schon fertig, wenn sie bei uns in der Gruppe zur Diskussion gestellt werden. Für den jeweiligen Autoren ist bei der anschließenden Kritik erst einmal nur Zuhören angesagt. Da ist es manchmal schon schwierig, den Mund zu halten.“
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung stimmungsvoll von Heidy Wienkamp-Suhr auf der Gitarre.
