AUGUSTGRODEN/REITLAND/KLEINENSIEL - Glücklich und zufrieden waren alle Beteiligten und viele freiwillige Helfer des Bürgervereins Augustgroden, als sie das riesige Osterfeuer am Fuße des Deiches in Hobenbrake am Sonnabend bei Einbruch der Dunkelheit endlich abbrennen konnten.
Vorausgegangen war eine lange Feuerwache, die verhindern sollte, dass die auf dem Top des Osterfeuers befindliche Fahne des Bürgervereines gestohlen wurde. Dafür hatten 25 Kinder und rund 50 Erwachsene Tag und Nacht ein wachsames Auge und konnten so manchen „Dieb“ vorzeitig entlarven.
Diebe erfolglos
Es wurden einige Versuche benachbarter Osterwachen festgestellt, doch keiner hatte Erfolg, so dass die bemalte Fahne schließlich beim Abbrennen vernichtet wurde.
Mit Stockbrot und Bratwurst stärkten sich alle Teilnehmer ausgiebig und versüßten sich die nächtlichen Stunden. Vereinsmitglied Niklas Köhne hatte sich für die Nachtwache mit einigen jugendlichen Mitstreitern in der Spitze des mit einem Bagger aufgeschichteten Sträucherhaufens und einigen Strohballen verschanzt. Die Wächter genossen die relativ milden Nachttemperaturen und den Schein des Vollmondes. Bis sechs Uhr in der Früh hockten sie so zusammen und erlebten eine der schönsten Nachtwachen überhaupt.
Der Zulauf beim Osterfeuer war wie in den Vorjahren sehr gut und viele Familien strömten herbei und das milde Wetter lockte etliche zusätzliche Gäste auf den Festplatz. Die Parkplätze wurden knapp, obwohl viele Besucher mit dem Fahrrad kamen. Durch die vielen Spender war es dem Bürgerverein Augustgroden erneut möglich, ein Höhenfeuerwerk zu entzünden, welches von einem Pyrotechniker betreut wurde.
Mit rund 2600 Besuchern entpuppte sich das Reitlander Osterfeuer und die anschließende „After-Osterfeuer-Mega-Danceparty“ wieder einmal als ausgesprochener Publikumsmagnet, der die Vorjahreszahlen deutlich übertraf – sicherlich wegen des milden Wetters und der trockenen Plätze.
Mit 50 Fackeln
Rund 50 Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern und Großeltern traten mit ihren Fackeln den Weg vom Feuerwehrhaus zum Osterfeuerplatz an, angeführt durch die Jugendfeuerwehr und musikalisch begleitet durch den Fanfaren- und Spielmannszug Seefeld. Nachdem sich alle Fackelträger um das Osterfeuer verteilt hatten, wurden auf Kommando die Fackeln auf den Sträucherhaufen geworfen, welcher blitzschnell in loderndes Feuer ausbrach.
Weil sich die Band „L.A.Crits“, die über mindestens eine Dekade für die Partystimmung im Zelt gesorgt hatte, aufgelöst hatte, mussten die Organsiatoren der Freiwilligen Feuerwehr Reitland eine neue Band engagieren. „Timecheck“ aus Ostfriesland enttäuschte die Gäste nicht und sorgte ebenfalls für allerbeste Livemusik.
Vorgärten verschont
Die Feuerwehr Reitland regelte nicht nur den Verkehr bis tief in die Nacht, sie sorgte auch dafür, dass im Dorf keine Vorgärten zertrampelt oder zerstört wurden. „Es ist wichtig, dass bei dieser Großveranstaltung nichts kaputt geht und die Dorfbewohner nicht unnötig belästigt werden“, erklärte Pressesprecher Jörg Wiggers. Die Anwohner seien sehr tolerant, wenn die Scharen von Partygängern ins Dorf kommen und bis in die frühen Morgenstunden feiern und das solle auch so bleiben.
Ansprechende Osterfeuer-Atmosphäre herrschte Sonntagabend auch am Deich in Kleinensiel. Freiwillige Helfer des Bürgervereins hatten hier einen stattlichen Sträucherberg zusammengetragen. Es gab auch ein Feuerwerk.
Auch in Kleinensiel kamen mehr Besucher als im Vorjahr – schätzungsweise waren es etwa 300. Gefeiert wurde auch im Festzelt.
