Cloppenburg - Bilder und Skulpturen kaufen und gleichzeitig für den guten Zweck Geld ausgeben – dass das äußerst unterhaltsam sein kann, hat am Sonntag der Kunstkreis Cloppenburg bei seiner Auktion unter Beweis gestellt. 78 Werke kamen in der neuen Kunsthalle unter dem Dach des Kulturbahnhofs unter den Hammer, knapp 22 000 Euro konnten eingenommen werden.

Pünktlich um 11.30 Uhr wurde die Versteigerung eröffnet, da hatten sich bereits weitaus mehr Besucher eingefunden, als erwartet worden waren. Doch auch wenn nicht für alle ein Sitzplatz vorhanden war, an Bieternummern fehlte es nicht, und so nutzen viele die Chance, eines der Werke zu ersteigern. Die Regeln stellte vorab Auktionator Dr. Robert Berges, Mitglied im Vorstand des Kunstkreises, vor und betonte, alle Interessenten sollten unbedingt die ausgeteilten Nummern verwenden. „Das Zucken einer Augenbraue könnte von mir übersehen werden“, so Berges, bevor er kurz betonte, dass die Ausgangspreise aller Werke Galeriepreisen entsprächen und das Einstiegsgebot je bei 25 Prozent liege. „Sie haben also die allerbeste Gelegenheit, günstig Kunst zu erwerben und auch noch Gutes zu tun.“

Einen hohen Unterhaltungswert bescherte eine Bieterin, die ihre Gebote erst einmal per Telefon übermittelte, bevor sie selbst in der Kunsthalle erschien. Doch nicht nur dieser Vorfall, die gesamte Auktion kam bei den Besuchern gut an. Manche ließen es sich nicht nehmen, für Werke in einen regelrechten Bieterwettstreit zu verfallen. Schlussendlich konnten bis auf wenige Ausnahmen alle Werke versteigert werden. Martin Feltes, Vorsitzender des Kunstkreises, zeigte sich von der Resonanz begeistert. „Ein wirklich tolles Ergebnis, das uns sehr stolz macht.“