Molbergen - Märchenhaft wurde es jetzt in der Aula der Grundschule Molbergen: Das Tournee Theater Hamburg hat das Stück „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen unter der Regie von Ralf Bettinger präsentiert. Dabei überraschte das Theater durch sein aufwendiges Bühnenbild und märchenhafte Kostüme. Mit kindgerechter und humorvolle Sprache wurden dabei auch die Erst- und Zweitklässler in den Bann gezogen.
Zur Handlung: Der Teufel erschuf vor langer Zeit einen Spiegel, der alles Schöne und Gute verzerrte und hässlich aussehen ließ. Eines Tages jedoch fiel der Spiegel dem Teufel aus den Händen und zersprang in viele tausend Stücke. Trafen sie einen Menschen im Herzen, so wurde es so kalt wie Eis, und trafen sie einen Menschen in die Augen, so sah er alles um sich herum nur noch hässlich und böse.
Kay und Gerda sind Nachbarskinder. Eines Tages wird Kay jedoch von Splittern des Zauberspiegels getroffen: Dieser trifft sein Herz, das sich in einen Eisklumpen verwandelt. Ein anderer Splitter gerät ihm ins Auge und er findet das Schöne nur noch hässlich. Als die prächtige Kutsche mit der schönen Schneekönigin vorbeifährt, hängt Kay sich an und wird entführt. Als er im Frühling immer noch nicht zurück ist, beschließt Gerda, ihn zu suchen. In einem Boot treibt sie stundenlang einen großen Fluss abwärts, bis sie bei einer guten Zauberfee landet, einer alten Frau, die in einem Häuschen inmitten prächtiger Sommerblumen wohnt.
Im Laufe ihrer Suche kommt sie auch in ein königliches Schloss. Prinz und Prinzessin, die von ihrer Geschichte gerührt sind, versehen sie mit Winterkleidern und stellen ihr für die Reise eine goldene Kutsche mit Bediensteten zur Verfügung.
In einem Wald wird die Kutsche von Räubern überfallen. Die Räubermutter jedoch hat eine Tochter, die sich durch Gerdas Geschichte erweichen lässt. Sie schenkt Gerda ihr Lieblingsrentier und lässt sie weiterziehen.
Schließlich findet Gerda das Schloss der Schneekönigin. Kay erkennt sie nicht. Gerda weint um ihn, und die Tränen lassen sein Eisherz schmelzen und die Splitter verschwinden. Als sie schließlich zu Hause ankommen, sind sie erwachsen geworden, und alles wird gut.
Großen Wert legte das Tournee Theater dabei auf die musikalischen Elemente. Die live gesungenen Lieder und die überleitenden Stimmungen seien eigens für das Theater komponiert und produziert worden, wie Regisseur Ralf Bettinger verriet.
Auch Gustav Müller, Schuldirektor der Molberger Grundschule, war begeistert von der Aufführung: „Es ist wichtig für die Schüler, dass sie auch einmal ein professionell dargebotenes Theaterstück erleben können. Dafür möchte ich auch dem Förderverein der Molberger Schulen danken, der mit einem nicht unerheblichen Betrag diese Aufführung unterstützte,“ sagte der Schulleiter
