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Ausstellung Spurensuche zwischen Schein und Sein

Lore Timme-Hänsel

AURICH - Ostfriesland ist flach und weit, die Kirchen sind schon deshalb nicht zu übersehen. Sie sind aber auch ein besonderer Kulturschatz der Region und in vielen Fällen bis heute Mittelpunkt des dörflichen Lebens. Den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart schlägt die Ausstellung „Schein & Sein – Ostfrieslands Kirchen im Blick von Künstlern und Fotografen“ in zehn Museen des Museumsverbundes Ostfriesland, die an diesem Sonntag (16. Mai) mit einer Festveranstaltung im Forum der Ostfriesischen Landschaft in Aurich eröffnet wird.

Alte Ortsansichten

Die Museen sind für die Ausstellung auf die Suche gegangen nach Werken von Künstlern vergangener Jahrhunderte, die einst in Ostfriesland aktiv waren und die Kirchen in verschiedenen Techniken gemalt, gezeichnet oder gedruckt haben. Um die prägende Bedeutung der Kirche des Ortes zu unterstreichen, wurden Perspektiven verrückt und umgearbeitet.

Dem Schein gegenübergestellt wird das Sein. Die Gegenwart kirchlichen Lebens haben elf Studierende der Abteilung Fotografie der Fachhochschule Hannover in elf Kirchengemeinden zwischen Aurich und Westrhauderfehn auf ihre persönliche Art interpretiert. In einem dritten Begleitprojekt werden von örtlichen Foto-, Konfirmanden- und Jugendgruppen die Menschen in den Mittelpunkt gerückt, die in der Kirche ehren- oder hauptamtlich arbeiten. Diese Porträts sind mit kurzen Texten, in Platt- und Hochdeutsch, zur Person und ihrer Aufgabe versehen. Das Ergebnis des Gemeinschaftsprojektes vermittelt vielfältige Eindrücke vom kirchlichen Leben und von Ostfriesland.

Große Offenheit

Die meisten der am Projekt beteiligten Studierenden der Fachhochschule waren zuvor noch nie in Ostfriesland gewesen. Im Kopf die hinlänglich bekannten Klischees, entwickeln sie jeder für sich eine eigene Haltung zum Thema und zu den Menschen.

Die Studentin aus Luxemburg blickt dem Kantor der Lamberti-Gemeinde Aurich über die Schulter. Der Schweizer Student begleitet die Schwestern aus dem Orden der Franziskanerinnen zu St. Mauritz in Münster bei ihrer Arbeit im Borromäus-Hospital in Leer. Ein 74-jähriger Landwirt in Esklum gewährt einer 25-jährigen Studentin aus dem Schwarzwald Einblick in sein Leben zwischen Kuhstall und Kirche.

„Alle haben sich mit einer großen Offenheit auf das Experiment eingelassen“, erzählt Lars Bauernschmitt von der Fachhochschule Hannover von spannenden Begegnungen und entstandenen Freundschaften.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Er ist für eine Schutzgebühr von zwei Euro in den beteiligten Museen erhältlich.

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