AURICH - Der Musikalische Sommer in Ostfriesland geht in die 26. Saison. Vom 16. Juli bis zum 8. August sind 48 Veranstaltungen geplant – vor allem kammermusikalische Konzerte, aber auch Jazz, Pop, Klezmer und Theater. Veranstalter ist die Ostfriesische Landschaft.

Das Festival sei ein „Leuchtturmprojekt“ für die Region, sagte Landschaftspräsident Helmut Collmann gestern bei der Vorstellung des Programms in Aurich. Das Eröffnungskonzert am Freitag, 16. Juli, werde in diesem Jahr allerdings nicht in Aurich, sondern in der Norder Ludgerikirche gegeben. „Wir mussten ausweichen, weil die Auricher Lambertikirche zurzeit renoviert wird“, sagte Dirk Lübben, der organisatorische Leiter des Festivals. Geboten wird unter anderem die Beethoven-Sonate „Appassionata“ (die Leidenschaftliche).

Prof. Wolfram König, der künstlerische Leiter, kündigte ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm an. Die Besucher könnten sich auf ein Wiedersehen mit Chen Halevi, Herwig Tachezi, Hie-Yon Choi, Dimitri Ashkenazy, Anton Steck, Philippe Graffin und dem Jade-Quartett freuen. Höhepunkte des Musikalischen Sommers 2010 sollen die beiden Abschlusskonzerte mit Werken von Mozart, Bach, Dvorák und Mendelssohn Bartholdy in der Johannes-a-Lasco-Bibliothek in Emden sein.

Die Veranstalter haben in diesem Jahr eine ganze Reihe neuer Veranstaltungsorte aufgenommen, darunter das Pumpwerk in Wilhelmshaven sowie die Kirchen in Hesel, Horsten, Ihren und Westerende-Kirchloog. Auch in der St.-Georgs-Kirche Sengwarden ist am Freitag, 23. Juli, ein Kammerkonzert geplant, auf Gut Horn in Gristede steht am 25. Juli ein Jazzkonzert auf dem Programm und am 28. Juli im Alten Kurhaus in Dangast ein „Pasticcio Classico“.

Lübben bezifferte das Budget des Musikalischen Sommers in diesem Jahr auf 350 000 Euro. Es sei nicht leicht gewesen, diese Summe zusammenzubekommen. Hauptsponsor des Festivals ist das Unternehmen Statoil.