Neuenbrok - Das Mädchen auf dem schwarz-weißen Titelbild des Romans „Ertrotztes Glück“ hat sich nicht fotografieren lassen wollen. So zumindest lässt sich die Aufnahme deuten. Die anderen drei auf dem Cover abgebildeten Menschen sind dagegen nicht zu erkennen, ihre Gesichter wurden unkenntlich gemacht. Vielleicht hat dies die auf dem Bild weinende Lydia aus Zorn darüber gemacht, gegen ihren Willen Modell stehen zu müssen.

Der erste Roman der Autorin Edith Koschnick aus Neuenbrok handelt von dem verschlungenen, holprigen Weg der zutiefst verunsicherten Pastorentochter Lydia zu einer selbstbewussten Frau. Sie kenne Lydia schon länger, sagt Edith Koschnick. Als Lydia vor Monaten nach einem Unfall zunächst ans Bett, später ans Haus gefesselt war, habe sie sich entschlossen, deren Lebensgeschichte aufzuschreiben.

Edith Koschnicks Erstlingswerk trägt den bezeichnenden Untertitel „Eine Liebeserklärung an das Leben“. Die Wandlung von einer innerlich heimatlosen zu einer lebensbejahenden Frau habe sich in Etappen vollzogen, sagt Edith Koschnick. Es war das dominierende Elternhaus, und hier vor allem die Mutter, die Lydias Leben prägte. Aus Pommern stammend, habe sie sich zeitlebens zurückgesehnt. Und auch Lydia fühlt sich zu dem weiten Himmel und der Landschaft hingezogen, erzählt Edith Koschnick auch etwas zum Inhalt des Buches. Die Erinnerungen der Eltern hätten auch Lydias Leben und ihre Sicht der Dinge beeinflusst.

In Norddeutschland hat Lydia ihr neues Zuhause gefunden, innerlich und äußerlich. Den beschwerlichen Weg dorthin beschreibt Edith Koschnick auf 264 Seiten. Es ist ein vielschichtiger und facettenreicher Roman geworden, der sowohl ein spannendes als auch ein berührendes Lesevergnügen verspricht. 1000 Exemplare sind im Isensee-Verlag erschienen. 28 farbige und eine schwarz-weiße Abbildung, es handelt sich dabei unter anderem um das „unzertrotzte“ Titelbild, komplettieren den Roman.

Die Autorin Edith Koschnick liest an diesem Freitag, 30. November, aus ihrem Roman „Ertrotztes Glück – Eine Liebeserklärung an das Leben“ . Beginn ist um 19.30 Uhr im Heye-Saal in Elsfleth. Eingeladen sind alle Interessierten. Den schriftlichen Einladungen sind irrtümlicherweisen keine privaten Anschreiben eingelegt. Deshalb wird betont, dass selbstverständlich auch Partnerinnen und Partner angesprochen sind. Bei Rückfragen: Stadt Elsfleth ( t  04404/50418); Edith Koschnik, t   04404/50418.