Ahlhorn - Ein sehr positives Beispiel erfolgreicher Integrationsarbeit gibt es in Ahlhorn. Das wurde auch am Montagnachmittag deutlich, als der Arbeitskreis Integration der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) im Zuge der Interkulturellen Woche in das „Café Willkommen“ einlud.
Die zahlreich eingedeckten Tische im Saal des Dorfgemeinschaftshauses waren fast alle besetzt. Spezialitäten aus verschiedenen Ländern lockten an das Kuchen-Büfett. Khalid Ali und Ahmad Omar, Neubürger aus dem Irak, spielten auf Keyboard und Tambura orientalische Musik. Es wurde gemeinsam getanzt und gelacht.
Seit September
Das „Café Willkommen“ im Dorfgemeinschaftshaus gibt es schon seit September des vergangenen Jahres. Deutsche Frauen aus der Gemeinde und hauptsächlich kurdische Frauen, die mit ihren Familien neu zugezogen sind, treffen sich einmal im Monat.
„Entstanden ist das Café durch die guten Kontakte zu den kurdischen Frauen, die bei der LEB einen Fahrradkursus mitgemacht haben“, erzählt die Ahlhornerin Christa Thöle. Der Kursus wurde von Gästeführerinnen und der Kreisverkehrswacht begleitet. Als der Fahrradkursus zu Ende war, haben die Gästeführerinnen Sylvia Varnhorn und Christa Thöle die kurdischen Neubürgerinnen angesprochen, ob man sich nicht weiter einmal im Monat sehen wolle.
Daraus entstand das „Café Willkommen“ unter dem Dach der LEB. Die Idee zu dem Namen hatte LEB-Bereichsleiterin Karin Pieper.
Sylvia Varnhorn und Christa Thöle sind seitdem die Organisatorinnen des Cafés. Unterstützung gibt es von Margret Ripke vom Arbeitskreis Integration und anderen Mitgliedern. Unterstützt werden die Aktionen auch von Hano Oynak aus Ahlhorn, die von Seiten der Kurdinnen fast immer dabei ist.
„Das Café Willkommen“ hat sich mittlerweile etabliert. „Es kommen immer neue Frauen hinzu, und einige bringen auch ihre Kinder mit“, so Christa Thöle.
An diesen Nachmittagen wird auch schon mal gemeinsam Deutsch geübt. Spaziergänge zur Erkundung des Ortes werden unternommen, gemeinsam kurze Filme über die Gemeinde und die Wildeshauser Geest geschaut. „Oft unterhalten wir uns auch nur“, erzählt Christa Thöle. So lernen beide Seiten voneinander. Im „Café Willkommen“ hatte Margret Ripke auch die Idee zum gemeinsamen Lesen, was bei immer mehr kurdischen Frauen Anklang findet.
Mittlerweile sind zu den Frauen aus dem Irak und Syrien echte Freundschaften entstanden. „Sylvia Varnhorn und ich waren schon bei allen zu Hause, haben zu einigen Geburtstagen gratuliert oder auch zur Geburt von Kindern“, so Thöle.
Mit sehr viel Freude
Und sie stellt fest: „Uns macht diese Aufgabe sehr viel Freude. Sie ist für Sylvia und mich zwar immer mit viel Arbeit verbunden, aber wir machen sie gern, weil von den Frauen soviel zurückkommt. Wir freuen uns darüber, dass sie die Angebote so gern annehmen“, stellt die Großenkneter Gästeführerin fest. Beim „Café Willkommen“ schauten am Montag unter anderem auch Bürgermeister Thorsten Schmidtke und Ordnungsamtsleiter Hartmut Theilen vorbei, um sich ein Bild von der tollen Atmosphäre zu machen. Sie wurden von LEB-Bereichsleiterin Karin Pieper, Christa Thöle und Sylvia Varnhorn begrüßt
„Wir treffen uns jeden ersten Montag im Monat. Wer dazu kommen will, ist immer herzlich willkommen“, lud Christa Thöle in das „Café Willkommen“ ein. Es bietet eine gute Gelegenheit, Berührungsängste zwischen den verschiedenen Kulturen abzubauen. Zum Café am Montag begleiteten auch mehrere kurdische Männer ihre Frauen.
