Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Wallfahrt Aus kleiner Idee wird Massenbewegung

Altenoythe - Aus einer ersten Idee wurde im wahrsten Sinne eine Massenbewegung mit 1500 Teilnehmern. Die Rede ist von dem Projekt „El Camino 2013“. Im Mai 2013 machten sich Menschen mit und ohne Behinderung auf den Weg, um zwischen Bremen und Osnabrück auf dem Jakobsweg zu pilgern.

Die Idee zur Pilgerreise hatte Irene Block aus Barßel. Die Beauftragte für Seelsorge für Menschen mit Behinderung beim Caritas-Verein Altenoythe wurde dazu inspiriert, als sie sich selber auf den weltweit bekannten Jakobsweg in Nordspanien begab. Sie sammelte auf ihrer Reise nach eigenen Angaben wertvolle Erfahrungen. Das wollte sie auch Menschen mit Behinderungen ermöglichen. Das war die Initialzündung für „El Camino“.

Zehn Etappen

Der Caritas-Verein trieb den Gedanken dann voran. Schnell waren weitere Förderer gefunden. Das Offizialat in Vechta und das katholische Bistum Osnabrück organisierten schließlich die in zehn Etappen aufgeteilte 170 Kilometer lange Wallfahrt. Ausgangspunkt der Strecke war Kirchweyhe. Von dort ging es über Wildeshausen, Visbek, Vechta, Lohne, Damme bis Wallenhorst-Rulle. Aus dem Landkreis Cloppenburg nahmen unter anderem Personen der Werkstatt des Caritas-Vereins Altenoythe, Schüler der Berufsbildenden Schulen Friesoythe und der Heinrich-von-Oytha-Schule Altenoythe sowie der Sophie-Scholl-Schule und des Vincenzhauses Cloppenburg an einer Etappe teil (die NWZ  berichtete).

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode fasste das Projekt wie folgt zusammen: „Die bundesweit einmalige Aktion ,El Camino 2013’ ist ein Zeichen für das selbstverständliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung.“

Preis von Bischof Glenn

Das Projekt kam nicht nur bei den rund 1500 Pilgern gut an. Auch bei der Kirchzeitung „Kirche und Leben“ sowie dem Bistum Münster hinterließ „El Camino“ einen nachhaltigen Eindruck. Denn gemeinsam verleihen sie dem Projekt den „Dialogpreis für gute Taten“. Die Begründung der Jury: „Ein Projekt, das Menschen mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe zusammengeführt hat. Das zeigt, was Wollen und Tatkraft alles ermöglichen können. Und das darauf setzt, dass beim Pilgern geschlossene Freundschaften halten.“

An diesem Sonnabend werden Bischof Dr. Felix Glenn und „Kirche und Leben“-Chefredakteur Dr. Hans-Josef Joest beim Neujahrsempfang des Bistums in Münster eine Skulptur und ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro überreichen. Einzige Auflage: Das Geld soll für weitere gute Taten verwendet werden. Irene Block und weitere Vertreter des Altenoyther Caritas-Vereins werden den Preis entgegennehmen.

Der „Dialogpreis für gute Taten“ wird seit 2002 verliehen. 55 Kandidaten wurden der Jury 2013 vorgeschlagen. Vier Preisträger werden am Sonnabend im Collegium Borromaeum ausgezeichnet.

Carsten Bickschlag
Carsten Bickschlag Redaktion Münsterland (Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
„Sylt oben links nicht rechts“, steht auf einem Plakat, das eine Frau bei einer Mahnwache am Sonntag auf Sylt in der Hand hält. In Niedersachsen sind dem LKA 28 Fälle von Umdichtungen bekannt.

RECHTSEXTREME GESÄNGE ZU PARTY-HIT Auf Grölen von Parolen können Freiheitsstrafen folgen

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Ein Stein vom Herzen gefallen: Kickers-Vorsitzender Hendrik Poppinga und Schatzmeisterin Ute Specht haben für den Verein zig Stunden mit Bilanzen und Paragrafen verbracht.

KICKERS-EMDEN-GMBH „Wir sind nicht das Man City von Emden“ – So geht es jetzt weiter beim Regionalligisten

Lars Möller
Emden
Kommentar
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump verlässt den Gerichtsaal des Strafgerichts in Manhattan

URTEIL GEGEN DONALD TRUMP Ein vorbestrafter Präsident?

Fridemann Diederichs Büro Berlin
Die Unfallstelle: Am Bahnübergang Liethe erinnerten ein Holzkreuz und Grablichter an das tragische Unglück, bei dem ein 52-jähriger Rasteder ums Leben kam.

NACH TÖDLICHEM BAHNUNFALL IN RASTEDE Anklage erhoben gegen Bahnsicherungsposten

Frank Jacob
Rastede
Klaus-Peter Wolf

KOLUMNE Romanfigur Rupert rettet Leben

Klaus-Peter Wolf
Ostfriesland