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Ausblick „2012 sollte besser werden als 2011“

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NORDKREIS - Das Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu. Was sich die Bürger für das bevorstehende Jahr 2012 wünschen, verrieten sie bei einer Umfrage der

NWZ

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Martina Brinkmann ist seit vier Tagen glückliche Mutter. Da ist klar, dass die 23-jährige Edewechterin nur eines im Sinn hat: „Ich wünsche, dass es Pia Katharina gut geht und sich toll entwickelt.“ Am 28. Dezember kam das kleine Mädchen von Martina Brinkmann und Andy Keizer mit einem Gewicht von 3750 Gramm und einer Größe von 51 Zentimetern im Friesoyther St.-Marien-Hospital zur Welt. „Darüber freuen wir uns sehr und wir sind gespannt, was im kommenden Jahr alles auf uns zukommen wird“, freut sich die 23-jährige auf das Jahr 2012.

Für Werner Fuhler (67) aus Neuscharrel endet das Jahr 2011 eher traurig: „In den letzten Tagen sind hier im Dorf drei Menschen gestorben. In der Weihnachtszeit geht einem der Tod besonders nah.“ Doch er hofft, dass es im Jahr 2012 etwas ruhiger in Friesoythe und Umgebung zugehen mag. Seit Jahren engagiert er sich ehrenamtlich für die Friesoyther Tafel „Carla“ und arbeitet weiter auf das Ziel hinaus, dass die Initiative irgendwann nicht mehr gebraucht wird: „Ich hoffe, die Kundenzahl geht 2012 zurück und die Altersarmut nimmt ab. Doch so schnell werden wir wohl noch nicht endgültig den Schlüssel am Scheefenkamp umdrehen.“

Der Friesoyther Famila-Marktleiter Uwe Dahlmann (49) denkt trotz des anstehenden großen Marktumbaus an besinnliche Stunden: „Ich hoffe, der Umbau läuft rund und der neue Markt wird ein Gesamtgewinn für Friesoythe. Trotzdem werde ich Zeit für die Familie finden. Man kann nie genug Zeit im Jahr mit seinen Lieben verbringen. Und da muss die Arbeit dann auch mal kürzer treten.“

2012 sollte ein besseres Jahr werden als 2011, meint Johannes Budde (61) aus Barßel. Der ehemalige Barßeler Bürgermeister bezieht das auf die weltpolitische Situation und die Euro-Krise. Für Barßel wünscht sich Budde für das kommende Jahr mehr Einigkeit im politischen Bereich: „Es wäre schön, wenn die Kommunalpolitiker mehr Zusammenhalt zeigen würden.“ Außerdem wünscht sich der vielfach ehrenamtlich engagierte Budde eine stärkere Würdigung ehrenamtlicher Arbeit. Budde: „Das ist nämlich kein Selbstgänger.“

Auf einen „schönen Sommer“ 2012 freut sich Monika Weerts (52) aus Barßel. Die Betreiberin der Paddel- und Pedalstation und des Wohnmobilstellplatzes am Barßeler Hafen hofft, das die Gäste auch im nächsten Jahr wieder Gefallen am Fremdenverkehrsort Barßel finden. Weerts: „Wir haben schon jetzt Vorbestellungen für die Paddel- und Pedalstation für 2012 vorliegen.“ Und auf dem Wohnmobilstellplatz haben es sich auch über Silvester und Neujahr einige Besucher gemütlich gemacht.

Gesundheit für sich und seine Familie wünscht sich Otto Immer, Leiter des Fachbereichs 2 (Ordnung und Soziales) bei der Gemeinde Saterland. Auch wünscht er sich, dass seine Kinder ihre Studiengänge erfolgreich abschließen. 2012 wird das letzte Amtsjahr für Immer, danach geht er in die Altersteilzeit. „Ich wünsche mir, dann noch möglichst viel Zeit mit meiner Familie verbringen zu können.“ 

Auch Wilfried Pörschke, Vorsitzender des Scharreler Bürgervereins, geht in Pension. Für die freie Zeit, die er ab Januar genießen kann, wünscht er sich, „dass es nicht langweilig wird“. Allerdings ist er sich schon fast sicher, dass es nicht langweilig wird. Denn Pörschke ist in vielen ehrenamtlichen Positionen. Bei der Feuerwehr Scharrel will er sich in Zukunft um das neu angeschaffte Feuerwehrboot kümmern.

Damit ihm ebenfalls nicht langweilig wird, wünscht sich Matthias Raker, Schwimmmeister aus Bösel, dass im kommenden Jahr mindestens genau so viele Gäste ins neu sanierte Böseler Schwimmbad kommen wie in diesem Jahr. Persönlich wünscht sich Raker für das kommende Jahr, dass er gesund bleibt. „Ansonsten bin ich zufrieden, und wenn man gesund ist, dann ist alles andere eh nur Nebensache.“

„Gesundheit und vor allem die Liebe und der nette Umgang mit den Mitmenschen durch Gott sind für mich wichtige Dinge für ein fröhliches Jahr 2012“, sagt Pastoralreferentin Hedwig Sänger aus Friesoythe. In der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien ist die Frauenseelsorge ein Aufgabengebiet, dass der 51-jährigen besonders am Herzen liegt. „Für die Frauen in unserer Pfarrgemeinde wünsche ich mir, dass es so weiter läuft wie bisher. Die einzelnen kfd-Gemeinschaften arbeiten sehr gut zusammen und zeigen durch viele Aktionen und Treffen ihr persönliches Engagement.“

Sänger hofft auch darauf, dass wieder mehr Leute den Weg zur Kirche finden und betont, dass die Türen immer offen stehen: „Es ist wichtig, dass die Menschen, die gerade den Weg zu Gott nicht finden können, eine Anlaufstelle haben, um sich wieder mit der Kirche zu verbinden. Auch 2012 stehen unsere Türen für jeden Menschen offen und ich hoffe, dass viele kommen werden.“

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