Berlin - Die Macher der Serie „Babylon Berlin“ suchen noch mehr als 500 Komparsen – und sie haben dafür ganz bestimmte Anforderungen, weil der Krimi in den 20er/30er Jahren spielt.

So können sich Frauen mit Bubikopf-Frisuren oder Pagenschnitten bewerben. Außerdem sucht die Agentur „Filmgesichter“ Menschen mit Amputationen, verformten Gliedern und anderen körperlichen Behinderungen. Auch „ausgemergelt“ aussehende Frauen und Männer sind aufgerufen, sich zu melden – „gern mit gelebten Gesichtern und/oder dürren Körpern“.

Bewerber des Berliner Castings dürfen keine gefärbten oder gesträhnten Haare haben. Auch Solariumsbräune, künstliche Fingernägel, Piercings und sichtbare Tattoos sind tabu, wie es in der Mitteilung heißt. Regie bei der 16-teiligen Serie führen Tom Tykwer, Achim von Borries und Hendrik Handloegten. Grundlage sollen die Kriminalromane von Bestsellerautor Volker Kutscher sein. Die Hauptrolle, Kommissar Gereon Rath, spielt Volker Bruch.

Die ARD plant „Babylon Berlin“ gemeinsam mit dem Anbieter Sky, der für seine Beteiligung die Erstausstrahlungsrechte bekommen soll. Zwei Staffeln zu je acht 45-minütigen Folgen sind veranschlagt. Man werde insgesamt unter 40 Millionen Euro bleiben, so Produzent Stefan Arndt. Die Serie soll ab 2017 bei Sky und ab 2018 im Ersten laufen.