Die erstmals ausgestellten Fotos entstanden auf seiner Reise Ende der 70-er Jahre. Von Aktualität hätten die schwarz-weißen Bilder jedoch nichts verloren, so der Fotograf. So hätte das an Rohstoffen reiche Land keine Arbeit, insbesondere träfe es die Jugendlichen, die ohne Perspektiven seien. Der südostasiatische Staat sei mit seinen Erträgen aus Kaffee, Kakao und Palmöl vom Weltmarkt abhängig. „Die Gewinne werden woanders gemacht“, sagte Abenteurer van Groningen. In seiner Ausstellung domumentiert er verschiedene Alltagsszenen aus dem einfachen Leben der Kilenge.
Gezeigt wird unter anderem die Wertschätzung der Schweine. Sie spielen als Zeichen des Reichtums einer Familie eine wichtige Rolle im täglichen Leben der Kilenge. Jeder im Dorf kann als Verwandter angesehen werden, und das Schenken von Schweinen ist wichtiges Bestandteil und Ausdruck der Verbundenheit mit Nachbarn und Verwandten. Wird ein Schwein geschenkt, besteht für die empfangene Familie danach die Verpflichtung, das lebendige Geschenk gelegentlich zurückzuzahlen! Verschenkt werden Scheine im Allgemeinen zur Geburt eines Kindes, der Beschneidung oder dem Tod eines Menschen – aber auch, wenn die Männer eines Dorfes für ein anders Dorf schwere Arbeit verrichtet haben.
Der gebürtiger Niederländer Derk van Groningen hat als junger Abenteurer und Weltenbummler von Australien über den asiatischen Kontinent das Leben der Bewohner mit der Kamera festgehalten. Heute lebt er der Liebe wegen mit seiner Frau in Cloppenburg und unterrichtet Niederländisch.
Mehrere tausend Fotos aus Papua Neu Guinea hatten Ilona Heydt und Frank Gärtner vom Bildungswerk im Vorfeld der Ausstellung gesichtet. 250 Fotos blieben übrig, die Gärtner für die Ausstellung fachmännisch aufgearbeitet hat. Die Ausstellung ist bis Weihnachten im Haus der Erwachsenenbildung zu sehen.
