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Lesung In Der Jahnhalle Dora Heldt verzückt Nordenhamerinnen

Jens Milde

Nordenham - „Wind aus West mit starken Böen“ – so heißt der neueste Roman von Dora Heldt. „Passt doch hervorragend zur Sturmvorhersage“, sagt die Autorin. Ihre Lesung in der Jahnhalle am Donnerstagabend ist fast ausverkauft. Knapp 200 Besucher, in erster Linie Besucherinnen, besetzen die Stuhlreihen und sind gespannt auf die Schriftstellerin. Zum zweiten Mal ist sie auf Einladung der Buchhändlerin Anne von Bestenbostel ins Kulturzentrum an der Jahnstraße gekommen. Dass die Bestseller-Autorin auch in Nordenham viele Fans hat, ist unverkennbar.

Auf Sylt geboren

Viele von ihnen haben Bücher mitgebracht, um sie signieren zu lassen. Den Roman, aus dem Dora Heldt vorliest, haben die meisten längst schon gelesen. Aber natürlich möchten sie die Frau hinter den Geschichten näher kennenlernen. Woher bekommt Dora Heldt die Ideen dafür? Wie entstehen die Geschichten? Wie lange arbeitet sie daran? Und was ist das überhaupt für ein Mensch diese Dora Heldt, die in Wirklichkeit Bärbel Schmidt heißt, mit ihrer Familie in Hamburg lebt und 1961 auf Sylt geboren wurde.

Auf der Nordsee-Insel spielt auch der neue Roman von Dora Heldt. Es geht um Katharina, die seit Jahren erfolgreich für ein Bremer Recherchebüro arbeitet. Dem Auftrag eines holländischen Bestsellerautors, der für seinen nächsten Roman Informationen über alteingesessene Sylter Familien braucht, sieht sie mit gemischten Gefühlen entgegen. Katharina ist auf der Insel aufgewachsen. Nun muss sie sich dort mit ihrer chaotischen Schwester Inken auseinandersetzen. Außerdem trifft sie auf Hannes, ihre erste große Liebe, was Katharina mächtig aus der Bahn zu werfen scheint.

Dora Heldt ist nicht nur eine tolle Erzählerin, sie ist auch eine gute Zuhörerin. Die Dialoge zwischen Katharina und ihrer Schwester sind so herrlich authentisch, dass das Lesen und die Lesung zum reinsten Vergnügen werden. Und immer wieder blitzt dabei dieser verschmitzte, subtile Humor auf, der viele Bücher von Dora Heldt auf die Bestsellerlisten katapultiert hat.

Auf die Geschichte mit Katharina, die nach 20 Jahren ihre Jugendliebe wiedertrifft, ist Dora Heldt durch eine Saunafreundin gekommen. Die erzählte von einer Arbeitskollegin, der genau das passiert ist. Lässt sich die alte Liebe wiederbeleben? „Ich hab das zunächst für Quatsch gehalten“, sagt Dora Heldt. Aber die Idee, eine Geschichte daraus zu machen, ließ sie nicht wieder los.

Zurzeit versucht sich Dora Heldt aber an einem ganz anderen Projekt. Sie schreibt ihren ersten Krimi. Diesmal geht es um eine Einbruchserie auf Sylt. Die Opfer sind ausschließlich alleinstehende Frauen.

Erster Krimi

Das Publikum in der Jahnhalle erfährt, dass die Arbeit an einem Krimi ganz anders abläuft als bei den Romanen, die sie sonst schreibt. Ein Krimi erfordert ein sogenanntes Storyboard. Die Geschichte ist durchkonstruiert bis zum Schluss. „Es geht jetzt in erster Linie darum, wann ich was dem Leser erzähle. Das ist spannend und macht Spaß.“

Das Publikum erfährt, dass Dora Heldt zwei Jobs hat. Zum einen besucht sie als Verlagsvertreterin Buchhändlerinnen wie zum Beispiel Anne von Bestenbostel. Das macht sie von Dienstag bis Freitag. Sonnabends, sonntags und montags schreibt sie. „Ich versuche dann immer, etwa zehn Seiten zu schaffen“, erzählt Dora Heldt.

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