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Holzfälleraktion Axt für guten Zweck geschwungen

Eilert Freese

Rastede - Schon von weitem waren am Sonnabend im Schlosspark an der Oldenburger Straße (Nähe Palaisgarten) in Rastede laute Geräusche zu hören. Axthiebe bohrten sich in Holzstümpfe. Kettensägen zerlegten im Minutentakt lange Buchenstämme. Rund 17 der 33 Mitglieder des Lions Clubs Rastede verbrachten den ganzen Tag bei guter Stimmung und „brauchbarem“ Wetter damit, rund 30 große Buchen zu zersägen und in ofen- und kaminfertige Scheite zu zerlegen – für einen guten Zweck.

Wohltätige Rasteder bezahlen 200 Euro für einen „Winterbedarf“ von rund drei bis vier Raummeter Kaminholz. Frei-Haus-Lieferung inklusive – bis nach Wiefelstede. Am Ende des Tages konnte Präsident Rainer Leerhoff 1300 Euro in die Förderkasse des Clubs fließen lassen. „Wir danken der Gemeinde, dass wir diese Aktion alljährlich mit ihrer Hilfe durchführen können. Von dem Geld können wir einige unserer Projekte finanzieren“, sagte Leerhoff, der selbst am Holzspalter wertvolle Hilfe leistete.

Axt im Einsatz

Aber nicht nur der Holzspalter war hilfreich, die Axt war das eigentlich probate Mittel der Wahl. Jürgen Vahlenkamp, Fritz Decker und Rolf Willms-Eilers hatten Trecker, Holzspalter und Kettensägen für diese Aktion zur Verfügung gestellt. Mitarbeiter der Gemeinde hatten vorher unter Aufsicht eines Forstmannes Bäume gefällt, die den Wuchs anderer „Genossen“ störten oder aus anderen Gründen zu fällen waren.

Pressesprecher Oliver Ohlenbusch ist sicher, dass diese Arbeit teambildend ist. „Abgesehen davon, dass es für Laien nicht ganz ungefährlich ist, mit Sägen, Spaltgerät und anderem Werkzeug zu hantieren, ist gegenseitige Rücksicht und Obacht gefragt“, so Uhlenbusch. „Und wenn das Holz an einem für Fahrzeuge unzugänglichen Ort liegt, muss buchstäblich Hand in Hand gearbeitet werden, indem die Scheite Stück für Stück weitergereicht werden“, so Uhlenbusch weiter.

Zur Teambildung gehörte sicher auch das gemeinsame Frühstück, das von Rita Leerhoff, Ehefrau des Präsidenten, serviert wurde. Am Ende des Tages ging das Team mit der Gewissheit auseinander, einen wertvollen Beitrag für die Förderkasse geleistet zu haben. Die Holzfälleraktion ist neben vielen anderen Projekten des Lions Clubs die „schwerste und sportlichste Aktion“, meinte der Pressesprecher.

Die Lions-Mitglieder in der ganzen Welt engagieren sich ehrenamtlich für Menschen, die Hilfe brauchen. Sie kümmern sich um Mitmenschen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft genauso, wie um Notleidende in anderen Teilen der Welt. In Deutschland gibt es rund 1500 Lions Clubs mit rund 52 000 Mitgliedern. Mit der Gründung des Lions Clubs Rastede haben sich die Mitglieder 1988 den Zielen und Leitgedanken von Lions Clubs International verpflichtet.

Sechs Projekte

Der Lions Club Rastede verfolgt sechs hauptsächliche Projekte: Das Weinzelt beim Ellernfest, das Frühlingskonzert, die Adventskalender-Aktion, die „Radwanderkarte“, das Jugendprogramm „Lions Quest“ und die Holzfälleraktion. Es gehören aber auch die Unterstützung schwer erkrankter Kinder und Jugendliche in der Region und die Förderung lese- und rechtschreibschwacher Kinder in den Grundschulen dazu. Die Clubmitglieder treffen sich zweimal monatlich jeweils am ersten Montag im Monat im Restaurant „Zum Zollhaus“ in Rastede und am vierten Mittwoch in privatem Kreis.

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