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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Polizei spricht von „unmenschlichen Zuständen“

24.12.2019

Bad Bentheim Viele – meist osteuropäische – Lastwagen-Fahrer müssen nach den Erfahrungen der Polizei die Feiertage fernab ihrer Familien auf den Rastplätzen entlang der Autobahnen verbringen. Das sei „ein unschönes, aber leider alljährlich wiederkehrendes Bild“, teilte ein Sprecher der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim am Montag mit. Die Lkw-Fahrer säßen an Weihnachten dann allein in ihren Fahrerkabinen.

Aus Gesprächen mit den Fahrern auf den Rastplätzen wüssten die Beamten der Autobahnpolizei, dass auch in diesem Jahr etliche dieser Männer gar nicht oder nicht rechtzeitig nach Hause kämen. Weil ihre Chefs über die Feiertage keine Frachtaufträge erhielten, ließen sie ihre Fahrer einfach in der Fremde auf den nächsten Auftrag warten, kritisierte der Polizeisprecher. Mit dem leeren Lastwagen wollen die Spediteure die Fahrer nicht nach Hause fahren lassen.

Ein polnischer Lastwagen-Fahrer habe berichtet, dass er aller Voraussicht nach bis zum 2. Januar auf einem Rastplatz bleiben müsse. Ob er für die Wartezeit bezahlt werde, sei unsicher.

Die Bedingungen, unter denen die Fahrer teils leben müssten, seien schlicht „unmenschlich“, hieß es weiter. Erst kürzlich hätten die Beamten einen litauischen Lastwagen-Fahrer angetroffen, der sich offenbar das Parken auf einem kostenpflichtigen Autohof mit angemessenen sanitären Anlagen habe nicht leisten können. Der Mann habe sich trotz winterlicher Temperaturen unter freiem Himmel mit einer selbst gebauten Gießkannen-Dusche mit kaltem Wasser gewaschen.

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