BAD ZWISCHENAHN - Auch die wichtigste Komponente spielte am Montag mit: Der Wind blies beständig, so dass sich die imposanten, 11,20 Meter langen Flügel der Windmühle im Freilichtmuseum gleichmäßig drehten. Viele hundert Besucher waren gezielt gekommen, um gemeinsam mit dem Verein für Heimatpflege das 200-jährige Bestehen der Mühle, die ursprünglich in Westerstede gestanden hatte, zu feiern. Andere hatten auf einer Tour von Mühle zu Mühle auch am Zwischenahner Meer Station gemacht oder waren einfach nur zufällig da.
So wie Manfred Baier aus der Nähe von Krefeld: Gut, dass wir hergekommen sind, wir haben noch richtig was gelernt, meinte der 63-Jährige nach einem Rundgang durch den Galerieholländer, Während innen Mitglieder des Vereins über Alter, Herkunft und Funktionsweise der Mühle Auskunft gaben, unterhielt auf der Wiese vor der Windmühle die Kinder- und Jugendtanzgruppe des Vereins mit Ammerländer Tänzen, zeigte die Spinn- und Webgruppe, wie Wolle gesponnen wird und informierte die Speelkoppel über plattdeutsches Theater. In der benachbarten Scheune konnten sich die Besucher mit einer norddeutschen Traditionsspeise stärken: Hier wurde Bookweeten Janhinnerk (Buchweizen-Pfannkuchen) angeboten.
Insgesamt hatten zehn Mühlen im Ammerland am Wochenende geöffnet. Tausende von Besuchern tauchten in vergangene Jahrhunderte ein und ließen sich vor Ort über die alten Gebäude und die Arbeit der Müller informieren.
