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Buch Gute Ideen kommen oft beim Joggen

Rabea Spiralke

BAD ZWISCHENAHN - Wer Renne D. Leips kennenlernen möchte, muss gleichzeitig mit Klaus Edwin Spieldenner Vorlieb nehmen. Warum? Weil es sich bei beiden um ein und dieselbe Person handelt. Unter dem Pseudonym Renne D. Leips hat Klaus Spieldenner schon zwei Bücher geschrieben. „Danke für die Appläuse“ (2009) und „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ (2010) stammen aus der Feder des 56-Jährigen.

Erpressung im Seniorenheim

In diesem Jahr nun, hat Klaus Edwin Spieldenner unter seinem richtigen Namen sein drittes Buch veröffentlicht, den „Halb-Krimi“: „Enzo Demenzo, Einbein-Klein und das Flaschenkind“. Das 200-Seiten-Buch handelt vom 72-jährigen Enzo Moreno, der seit dem Tod seiner Frau mit beginnender Altersdemenz in einem Seniorenheim lebt. Mittels Erpressung gelingt es ihm, das Seniorenheim gemeinsam mit zwei weiteren Senioren zu verlassen, und so nimmt das Schicksal seinen Lauf mit Überfällen, Mord, jeder Menge Spannung – aber auch mit viel Humor.

„Das Buch ist absolut fiktiv, einige Ideen kommen aber aus meinem Umfeld“, erklärt Spieldenner. Seit zwei Jahren wohnt der gebürtige Saarländer gemeinsam mit Ehefrau Ingrid in Bad Zwischenahn. Das Vorhaben, ein Buch zu schreiben, hatte er nicht von klein auf. Zunächst machte der junge Klaus eine Lehre zum Elektroinstallateur. Das war aber eigentlich gar nicht sein Plan, sondern der seiner Mutter.

Die Erlebnisse aus dieser „chaotischen“ Zeit hat Spieldenner alias Renne D. Leips in „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ niedergeschrieben. Nach der Lehre verpflichtete er sich dann bei der Bundeswehr und arbeitete dort bis 2007 als Feuerwerker. Dafür zog es ihn an viele unterschiedliche Orte, unter anderem nach Portugal, bis er 1998 in Emsland ging und bis zu seiner Pensionierung blieb. Dort spielte der leidenschaftliche Hobbygitarrist auch einige Zeit in einer Band. Eine „turbulente Zeit“, die Spieldenner in „Danke für die Appläuse“ niederschrieb. „Ich bin eigentlich ein nervöses Hemd, deswegen musste ich alles aufschreiben, sozusagen als Selbsttherapie“, erzählt der 56-Jährige mit einem Augenzwinkern von den Auftritten der Band.

Vergesslichkeit als Anstoß

Klaus Spieldenners erstes richtig fiktives Buch „Enzo Demenzo“ sei nach und nach entstanden, erzählt der Autor. Ausgangspunkt sei eine Situation gewesen, in der ihm selber etwas nicht einfiel, daher auch „Enzo Demenzo“. „Bis ich den roten Faden hatte, hat es gedauert“, sagt Spieldenner. Aber besonders beim Joggen kämen ihm immer wieder gute Ideen. Das Schreiben selber gehe dann gut von der Hand und sei „schon emotional“.

„Enzo Demenzo“ ist herausgegeben worden über den Internet-Verlag „Books on Demand“.

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