BAD ZWISCHENAHN - Einen kirchenmusikalischen Höhepunkt serviert zur diesjährigen Passionszeit am kommenden Sonnabend ab 19.30 Uhr die mit 45 Chormitgliedern besetzte „Kantorei St. Johannes“. Unter Leitung von Hartmut Fiedrich hat die sich die „Matthäus-Passion“ von Johann Sebastian Bach vorgenommen.
Weitere Mitwirkende im rund zweistündigen Konzert sind Heidrun Blase (Sopran), Nils Giebelhausen (Tenor), Moritz von Cube (Altus) und Gebhard von Hirschhausen (Kreiskantor Wesermarsch). Weiter wirkt das Barock-Ensemble „Le Chardon“ unter der Leitung von Hajo Wienroth mit.
Oratorium im Operngewand
In der Matthäus-Passion, 1729 in der Leipziger Thomaskirche uraufgeführt, wird das Leiden und Sterben Jesu Christi nach dem Matthäus-Evangelium zum Thema. Dieses Chorwerk, auch als „Oratorium im Operngewand“ charakterisiert, wird als das umfangreichste Werk von Bach bezeichnet und stellt einen Höhepunkt seines Schaffens dar. In der Musikwelt herrscht Einigkeit, dass der Leidensweg Christi mit dieser außergewöhnlichen Schöpfung der Musikgeschichte kein wirkungsvolleres musikalisches Gewand hätte bekommen können.
Gekürzte Fassung
Seit August des vergangenen Jahres übt die Kantorei dieses monumentale Meisterwerk des bekannten Kirchenmusikers und Komponisten ein. Da die Matthäus-Passion insgesamt fast drei Stunden dauert, beschränkt sich die Zwischenahner Aufführung auf den Eingangschor und den zweiten Teil mit einer Dauer von knapp zwei Stunden.
Bisher kein Lampenfieber
Durch die Aufführung im Kirchenraum entstehe eine starke räumliche Klangwirkung, stellt Kreiskantor Fiedrich dazu dar. Auch das Orchester unterbreite mit seinen Barockinstrumenten wie Oboen, Flöten, Fagott, Cello, Bratsche und Kontrabass einen Klang wie zu Zeiten des großen Komponisten.
Die Kantoreimitglieder freuen sich auf diese große Aufführung, und Lampenfieber sei derzeit noch nicht zu erkennen, bekundet Hartmut Fiedrich. Vor zwei Jahren führte die Kantorei bereits die „Johannes-Passion“ auf, und am 10. Dezember dürfen sich die Chor- und Konzertliebhaber auf die Aufführung des „Messias“ von Georg Friedrich Händel in der St.-Johannes-Kirche freuen.
Der Kartenvorverkauf ist bereits bestens angelaufen, Restkarten sind noch in der Mühlenapotheke an der Westersteder Straße 2 (beim Combi-Markt) zu erhalten.
