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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Künstlerporträt: Seine Landschaften wollen entdeckt werden

20.03.2020

Bad Zwischenahn Da musste Puck Steinbrecher erst 70 Jahre alt werden, um ein Szenario zu erleben, das er sich nicht in den dunkelsten Farben vorstellen wollte. Seit 1975 ist er als freischaffender Künstler tätig und nicht nur bildnerisch ein kritischer Beobachter seiner Umwelt. In seinen klein- und großformatigen Acrylgemälden fängt er die Weite der norddeutschen Umgebung ein. „Der Landschaft auf der Spur“ lautet der Titel der Ausstellung, die an diesem Sonntag im Papenburger Ausstellungszentrum Gut Altenkamp eröffnet werden sollte – und wegen der Coronavirus-Pandemie nun erst mal nicht zu sehen sein wird.

„Die Ausstellung ist bereits aufgebaut, es ist meine umfangreichste: Sie zeigt 118 Bilder aus den vergangenen 20 Jahren. Ich bin damit äußerst zufrieden. Es ist natürlich nun sehr ärgerlich, dass sie erst mal bis 19. April nicht zu sehen ist, aus gesundheitlichen Gründen natürlich verständlich“, sagt Steinbrecher, der in Bad Zwischenahn direkt am Meer seine Galerie betreibt. „Die Eröffnung soll nachgeholt werden.“

Es ist ein nicht aufzulösender Widerspruch, dass der Maler mit dem breitem Pinsel und der expressiven, abstrahierten Malweise einerseits so anregend die Elemente Erde, Wasser und Luft abbildet – und andererseits das Virus die Menschen in den häuslichen Rückzug zwingt und die Quarantäne zunächst den Blick auf seine Bilder verhindert.

In Steinbrechers Atelier sind Werke entstanden, die ausgedehnte Himmelsräume und rhythmische Spiegelungen voller Atmosphäre und Stimmung zeigen. „Nach wie vor bin ich Landschaftsmaler. Von der Landschaft ausgehend komme ich zu immer abstrakteren Bildfindungen“, beschreibt der Autodidakt mit Studium an der Uni Oldenburg bei Prof. Pfennig und Prof. Denker sein Gesamtwerk.

Die große Freiheit ist beim nordwestdeutschen Urgestein zu entdecken. Trotz der schier unendlichen Weite verliert sich der Betrachter kaum in diesen Bildern. In der Reduktion aufs Wesentliche bringt Steinbrecher das Ureigene und Dauerhafte der Natur zum Ausdruck.

Gerade in diesen schwierigen Tagen ist die Besinnung auf die Schöpfung fast schon wieder ein revolutionärer Ansatz. Puck Steinbrecher gelingt es, Landschaftsmalerei und moderne Kunst zu versöhnen.

Puck Steinbrecher,geboren 1950 in Bad Zwischenahn, studierte nach dem Abitur von 1972 bis 1975 an der Universität Oldenburg bei Prof. Pfennig und Prof. Denker. Seither ist er freischaffender Maler und führt seit 1976 die Galerie Moderne am Zwischenahner Meer, Am Delf 37, Telefon 04403-5429. Dort gibt es auch den Katalog zur Ausstellung „von hier aus“.

Oliver Schulz Leitender Redakteur / Redaktion Kultur/Medien
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