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NEUJAHRSWORKSHOP Von der Straße auf die Bühne

Lina Brunnée

BAD ZWISCHENAHN - 19.15 Uhr: Vor dem Jugendzentrum bildet sich die erste Menschentraube, die auf Einlass zum Neujahrsworkshop wartet. Im „Stellwerk“ herrscht derweil schon reges Treiben. Bevor die Show um 20 Uhr beginnt, gibt es noch einiges zu erledigen.

Die Suche nach der Zwischenahner Newcomer-Band „The Streetbeat“ führt in den Keller: „Die stehen schon auf der Bühne und machen ihren Soundcheck“, heißt es an der Bar. Unten balanciert ein Junge gerade vier Pizzakartons auf die mit Kabeln, Boxen, Barhockern und Instrumenten überfüllt Bühne. Die Kartons finden ihren Platz auf einem der Barhocker, und nach einem „Jungs, das Essen ist da!“ kommt auch der Rest der Band aus dem Backstagebereich zusammen.

Band weiter entwickeln

„The Streetbeat“ besteht aus Constantin und Thorben (beide 15, beide Gitarre), Tamino (16, Gesang) und Jonte (16), der am Schlagzeug für den Rhythmus zuständig ist. Aller vier gehen auf das Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht, besuchen die 9. und 10. Klasse. Was sie nach der Schule machen wollen, wissen die vier Musiker noch nicht genau. Scherzend kommen während der Unterhaltung einige abstruse Ideen auf, werden aber sofort wieder verworfen. Es ist ja noch ein bisschen Zeit, bis die Schulzeit beendet ist. Bis dahin wollen sie auf jeden Fall mit viel Spaß an der Band weiterarbeiten.

Munter kauend plaudern sie über die Anfänge der Gruppe. Lange gibt es „The Streetbeat“ noch nicht, seit Sommer 2011 spielen die vier Jungs zusammen und haben sich auch gleich einen ersten Auftritt organisiert: „Wir haben auf der Zwischenahner Woche auf der Straße gespielt“, berichtet Constantin. Was sie so spielen? „Eigentlich von Alternativ über Rock und Pop alles“, sagt Tamino. Diese Mischung wurde auch schon auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Zwischenahn demonstriert, aber der Neujahrsworkshop ist der erste größere Auftritt auf der Bühne. „Thorben war derjenige, der auf die Idee gekommen ist, wir könnten hier doch spielen“, berichtet Constantin. „Sein großer Bruder hat nämlich Kontakte und Vitamin B“, grinst er.

Künftig eigene Texte

An das nächste größere Projekt wagt sich „The Streetbeat“ auch schon bald. Noch werden die Songs gecovert, aber nach dem Neujahrsworkshop wollen die Musiker damit beginnen, eigene zu schreiben. „Das machen wir in Teamwork, bei uns gibt es keinen Bandleader, wir entscheiden alles gemeinsam“, erklärt Tamino. Die ersten Songs sollen pünktlich zum 14. April fertig sein, da geben „The Streetbeat“ ihr erstes großes Solo-Konzert im Forum der Reale. Der Verein der Kunstfreunde und Michael Cordes haben der Band zu diesem Auftritt verholfen.

Langsam füllt sich der Raum, die Jungs stimmen ihre Instrumente ein letztes Mal, lassen die leeren Pizzakartons verschwinden und plaudern mit anderen Bands, die nach ihnen auftreten werden. Wie zum Beispiel „Four Pins Left“, auch eine Band die über Schulfreundschaften zusammenfand und jetzt sogar das Studium in verschiedenen Orten „überlebt“. Neben diesen beiden Bands treten im Laufe des Abends auch noch „Kurpiella“, „H.U.D.G.“ (Helga und die Granaten) sogar mit eigenen Fanartikeln, „Supervoss“, „Ezperanza“ und „Lärmatron“ auf und bildeten gemeinsam ein abwechslungsreiches Programm.

Schlange wächst

Um Punkt 20 Uhr tritt Claus Meyer, Verantwortlicher für den Neujahrsworkshop, vor das Mikrofon und begrüßt das Publikum. Wie jedes Jahr wird die Veranstaltung begeistert angenommen, aber im Vergleiche zu den Jahren davor sorgt eine Auflage nun dafür, dass nur 200 Gäste gleichzeitig reindürfen. Dementsprechend wird die Schlange vor dem Jugendzentrum nicht kürzer, sondern wächst stetig an. rein geht es erst, wenn andere Gäste genug gehört haben. Mit einigen fetzigen Stücken begeistern die Jungs von „The Streetbeat“ besonders die Mädchen in der ersten Reihe, und beim nächsten Lied begleitet sie schon ein Publikumschor. Das Resümee: Ein gelungener Auftritt.

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