BAD ZWISCHENAHN - Trotz klirrender Kälte sind die Eisflächen im Nordwesten für Schlittschuhläufer noch nicht sicher. Das Zwischenahner Meer als drittgrößtes Binnengewässer Niedersachsens war am vergangenen Wochenende bereits Ziel zahlreicher Schlittschuhläufer, Spaziergänger und Eissegler.

Wer das Eis des Meeres betritt, tut dies jedoch auf eigene Gefahr. Im Gegensatz zur Praxis früherer Jahre wird in Bad Zwischenahn weder vom Landkreis Ammerland noch von der Gemeindeverwaltung Zwischenahn eine offizielle Freigabe erteilt. Deshalb gibt es auch keine Behörde mehr, die die Eisstärke misst.

„Über die Besonderheiten des Gewässers (...) sowie die Tragfähigkeit der Eisfläche hat sich jede Person in eigener Verantwortung Kenntnis zu verschaffen“, heißt es in Artikel 3 der im Jahre 2002 geänderten Verordnung für das Zwischenahner Meer. Entsprechende Hinweistafeln sind an allen öffentlichen Zugängen zum Meer zu finden.

Als Faustregel für das Zwischenahner Meer gilt: Mindestens 15 Zentimeter muss das Eis dick sein, um tragfähig zu sein. Im Randbereich dürfte das Eis schon jetzt an vielen Stellen diese Stärke aufweisen. Ausnahmen: An den beiden Zuflüssen im Norden – Halfsteder Bäke, Otterbäke – und bei der Aue in Eyhausen sind noch offene Stellen.

Ein generelles Verbot gilt dagegen auf landeseigenen Gewässern. „Es besteht Lebensgefahr“, hieß es in Norden beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Besondere Gefahren lauern auf dem Ems-Jade-Kanal. An den zahlreichen Brücken über den Schifffahrtsweg sei das Eis brüchig. Auch strömten aus vielen Zuflüssen wärmere Wasserschichten hinzu. Das Verbot gilt auch für die Thülsfelder Talsperre.