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NWZonline.de Nachrichten Kultur

ORTHOGRAPHIEREFORM: Ball liegt im Feld der Kultusminister

03.02.2006

MANNHEIM Das letzte Wort hat die Kultusministerkonferenz. Bayern will den Vorschlägen des Rates folgen und die Reform verbindlich einführen.

Von Bernd Glebe MANNHEIM - Im jahrelangen Streit um die umstrittene Rechtschreibreform rückt ein Happy End in greifbare Nähe. Wenn alles nach Plan läuft, trifft sich der Rat für deutsche Rechtschreibung heute in Mannheim zu seiner entscheidenden Sitzung. Die letzten Handgriffe für die Reform der Reform will das Expertengremium vornehmen. Dann liegt der Ball im Feld der Kultusministerkonferenz (KMK). Diese muss auf ihrer Sitzung Anfang März in Berlin entscheiden, ob die Vorschläge des Rates auch tatsächlich zum neuen Schuljahr umgesetzt werden.

Der letzte umstrittene Komplex zur Glättung der neuen Schreibweisen, die Groß- und Kleinschreibung, steht in Mannheim auf der Tagesordnung. Abschließend festgelegt werden soll, wie feststehende Begriffe wie „Große Koalition“ künftig geschrieben werden. Kommt es – wie erwartet – zu einer Einigung unter den Experten aus dem deutschsprachigen Raum, gehen die Vorschläge nochmals in die Anhörung zu Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden. Das letzte Wort hat jedoch die KMK.

Die Sprachwächter hatten zuvor bereits Änderungsvorschläge für die Bereiche Getrennt- und Zusammenschreibung sowie Silbentrennung und Zeichensetzung vorgelegt. Eis laufen und fertig machen sollen beispielsweise künftig zusammengeschrieben werden. Das Abtrennen von Einzelbuchstaben oder sinnentstellende Trennungen wie Urin-/-stinkt für das Wort Urinstinkt sollen nicht mehr zulässig sein.

Durchgängig sprach sich der mit Gegnern und Befürwortern der Rechtschreibreform besetzte Rat dafür aus, künftig das Lesen wieder zu erleichtern, Sinnzusammenhänge für die Menschen schneller erfassbar zu machen und die Regeln mehr nach dem Sprachgebrauch auszurichten. „Die Menschen sollen sich mit der neuen Rechtschreibung identifizieren“, lautete das Credo des Ratsvorsitzenden und ehemaligen bayerischen Kultusministers, Hans Zehetmair.

Ein großer Teil der neuen Sprachregeln war schon am 1. August vergangenen Jahres in 14 der 16 Bundesländer verbindlich in Kraft getreten. Ausnahmen bilden nur Nordrhein-Westfalen und Bayern, wo noch die Übergangsregelung gilt. Inzwischen will auch Bayern die umstrittene Reform verbindlich einführen – allerdings auf Grundlage der Vorschläge des Rechtschreibrates. Der Rat sei mit hochqualifizierten Experten besetzt, daher werde er den Vorschlägen der Fachleute folgen, sagte der bayerische Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) der Tageszeitung „Die Welt“. Die Kultusministerkonferenz sei gut beraten, den Vorschlägen zuzustimmen.

Mehr Infos unter:

www.rechtschreibrat.com

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