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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Autoren: Sie schrieb das Buch zur Katastrophe

01.03.2018

Bamberg Sie ist eine leidenschaftliche Verfechterin für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz. In ihrem bekanntesten Roman, „Die Wolke“, schrieb Gudrun Pausewang über die Folgen eines fiktiven Atomreaktorunfalls. Das 1987 – ein Jahr nach der Tschernobyl-Katastrophe – erschienene Jugendbuch wurde ein Riesenerfolg und avancierte zur Lektüre in vielen Schulen. Mehr als 1,5 Millionen Mal wurde es verkauft und in 16 Sprachen übersetzt. Am 3. März wird die Schriftstellerin nun 90 Jahre alt.

35 Jahre lebte Pausewang im osthessischen Schlitz, wo sie einen Großteil ihrer Bücher verfasste. Seit einem Sturz vor rund zwei Jahren wohnt Pausewang nun in der Nähe ihres Sohnes, in einem Seniorenheim bei Bamberg in Bayern. Auf ihren 90. Geburtstag freut sich die Jubilarin schon. „Ich feiere mit vielen alten Freunden aus nah und fern. Ich freue mich, sie wiederzusehen.“

Mittlerweile schreibt die Autorin aus Altersgründen nicht mehr. „Mein Erinnerungsvermögen nimmt ab. Ich traue mich nicht mehr“, sagt sie. Das wird sie wohl nicht kalt gelassen haben. Denn 2013 sagte sie in einem Interview: „Die Schriftstellerei ist kein Job, sondern Leidenschaft.“ Immerhin könne sie noch Brieffreundschaften pflegen.

Die Schriftstellerin blickt auf ein eindrucksvolles Gesamtwerk zurück. Sie schrieb mehr als 100 Bücher. 4,8 Millionen Exemplare seien bisher verkauft worden. Welches besonders prägend war? „Alle meine Bücher sind mir wichtig, weil sie zeigen, wie das Leben wirklich ist. Und weil sie zeigen, wie man sich den Menschen anpasst – oder auch seinen eigenen Weg geht.“ In ihrem letzten Buch („So war es, als ich klein war“, 2016) hielt sie ihre Kindheitserinnerungen fest.

Pausewang hat viele Preise bekommen. Eine besondere Ehre: Bei der Frankfurter Buchmesse erhielt sie 2017 den mit 12 000 Euro dotierten Deutschen Jugendliteraturpreis für ihr Lebenswerk. Gewürdigt wurde damit ihr vielfältiges und politisches Schaffen. Sie habe unzählige junge Leser darin bestärkt, aktiv die Zukunft mitzugestalten, so die Jury. Besonders das Buch „Die Wolke“, das vor den Gefahren der Atomenergie warnt und 2006 fürs Kino verfilmt wurde, traf den Nerv der Zeit.

Neben „Die Wolke“ verfasste Pausewang noch so bekannte Titel wie „Die Not der Familie Caldera“ und „Die letzten Kinder von Schewenborn“. Nach Fukushima schrieb sie „Noch lange danach“. In den ersten Jahren ihres Schaffens beschäftigte sie sich mit Literatur für Erwachsene. Den Großteil ihrer Bücher richtete sie allerdings an Kinder und Jugendliche.

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