Apen - Pünktlich um 13.30 Uhr wurde es am Sonnabend laut in Apen: Die Lokalmatadoren der Band „Spintuke“ eröffneten das zweite Apen-Air-Festival auf dem Festungsgelände in Apen. Veranstalterin Antje Meyer zeigte sich bei ihrer Ansprache sichtlich erleichtert über das trockene Wetter. Während es am Vormittag noch kräftig geregnet hatte, klarte es zum Start des Festivals auf und am Nachmittag schien sogar die Sonne.
Das Publikum brauchte etwas Zeit, um warmzulaufen. Bei den Auftritten von „Spintuke“ trauten sich hauptsächlich einige Kinder näher an die Bühne und tanzten – natürlich geschützt mit Ohrstöpseln. So sei kein „Stage Diving“ möglich, merkte die Band mit einem Augenzwinkern an. Beim Auftritt von „Bei Bedarf“ schwang lange ein einsamer Rocker seine Haare direkt vor der Bühne, bevor es später voller wurde und das Publikum nach vorne drängte. Spätestens bei den Auftritten von „Rantanplan“ und „Terrorgruppe“ stand dann kaum einer mehr steif in der Gegend herum.
Nach ersten Schätzungen feierten laut Veranstalter Jörg Plöhn rund 1400 Besucher mit. Das wären 600 mehr als im vergangenen Jahr. „Wir sind rundum zufrieden“, sagte Plöhn nach dem Festival, „das hat wirklich eingeschlagen.“ „Höchstwahrscheinlich“ soll es im kommenden Jahr die dritte Auflage des Festivals geben.
Die Polizei zeigte sich mit dem Ablauf ebenfalls zufrieden. Es habe keine Zwischenfälle gegeben, das sei für solch ein Festival ungewöhnlich.
Insgesamt 90 Ehrenamtliche unterstützten das Organisationsteam um Jörg Plöhn, Antje Meyer und Stephan Bruns. Mit dabei waren – wie bereits im vergangenen Jahr – auch Marianne Meyer und Helga Bruns, die Mütter von Antje Meyer und Stephan Bruns, zu erkennen an T-Shirts mit der Aufschrift „Apen Air Mutti“. Mit vielen anderen Helfern kümmerten sich die Frauen um die Verpflegung der Ehrenamtlichen und Künstler. Im Schützenhaus hatten sie ein großes Buffet aufgebaut. Schnitzel, Kuchen, Frikadellen – den Bands und Helfern fehlte es an nichts. „Das ist zwar nicht meine Musik, aber das macht nichts. Es macht einfach Spaß hier“, sagte die 67-jährige Marianne Meyer.
Franzi war extra aus Hamburg angereist. Die 29-Jährige ist Fan der Band „Rantanplan“, die in den Abendstunden die Bühne rockte. „Diese kleineren Festivals haben einen besonderen Charme“, findet die Lehrerin. Apen kannte sie vorher nicht: „Von dem Ort hier habe ich noch nie etwas gehört, aber die scheinen gut drauf zu sein, die Aperinnen und Aper.“
