BARDENFLETH - Gleich an zwei Orten hatten die Elsflether, Moorriemer und viele Gäste aus Nah und Fern am Wochenende Gelegenheit, die Adventszeit musikalisch anzugehen.

In der Bardenflether St. Anna Kirche sangen im Rahmen des Adventsgottesdienstes am Sonntagnachmittag die Chorgemeinschaft Wesermarsch-Süd und der Freie Chor Cantamus aus Hude. „Wir wollen uns anstecken lassen von der Vorfreude“, hatte Pastor Hans-Werner Boltjes zu Beginn des Gottesdienstes angekündigt und beiden Chören fiel es nicht schwer, diesem Anspruch gerecht zu werden.

Mit vielen festlichen Liedern zollte die Chorgemeinschaft der Adventszeit Tribut, besonders schön und anrührend intonierten die Sängerinnen und Sänger den altrussischen Kirchengesang „Tebje Pajom“ nach einer Melodie des russischen Komponisten Dimitri Bortnjanski.

Mit adventlichen Liedern von Mendelssohn-Bartholdy „Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen“ und Bachs „Vom Himmel hoch“ brachte der Freie Chor Cantamus Glanz in den festlichen Gottesdienst.

Das Cantamus-Schlusslied „Alle Jahre wieder“ knüpfte an das, zur gleichen Nachmittagszeit stattfindende Adventskonzert des BSW-Orchesters in der Elsflether Stadthalle an.

„Alle Jahre wieder“ erfreut das Braker Bläserensemble mit seinem Traditionskonzert unter der Leitung von Thomas Schröder die Freunde anspruchsvoller Blasmusik und wer, wie in jedem Jahr, die lockere Moderation von Dirk Brüers erwartete, der wurde nicht enttäuscht.

Im Repertoire des Konzerts zum ersten Advent ein weit gespannter musikalischer Bogen aus Märschen und Polkas, Walzern und Jazz, Film- und Musical-Melodien. Herausragend das Medley mit Stücken aus dem Musical „Woman in white“ von Andrew Lloyd Webber. Wenn auch der erfolgsverwöhnte englische Musical-Macher bei der Uraufführung im Jahr 2000 In London ganz unerwartet einen Flop landete, das BSW-Orchester brillierte in seiner Interpretation professionell und mit glänzend vorbereiteten Solisten.

Einen Pop-Klassiker hatte sich das jungen Ensemble des BSW-Orchesters ausgesucht, der vielversprechende Nachwuchs erspielte sich langen Applaus für Cat Stevens Song „First cut is the deepest“.