BARDEWISCH - BARDEWISCH/ZIM - Etwas einsam saß der Musiker Eckhard Kuper aus Hannover am Sonntag an seinem Cembalo im Altarbereich der Heilig-Kreuz-Kirche Bardewisch. Gerade mal zwei Zuhörer waren gekommen, um klassische Variationssätze aus dem 17. und 21. Jahrhundert zu hören. Dabei handelte es sich um Kompositionen italienischer und deutscher Tondichter, die bei den beiden Augen- und Ohrenzeugen äußerst gut ankamen.
Bei dem Instrument, das der Musiker eigens aus Hannover mitgebracht hatte, handelte es sich um einen Nachbau historischer Cembali aus der Zeit von vor 300 Jahren, der von Dieter Hein geschaffen wurde. Laut Kuper habe dieses 1992 gebaute Instrument eine vergleichbare Qualität wie die noch existierenden Exemplare aus dem 18. Jahrhundert.
Das exzellente Spiel von Kuper versetzte die Zuhörer gedanklich in ein Konzert am Hofe des französischen Sonnenkönigs, König Ludwig XIV. Mit traumwandlerischer Sicherheit tanzten die Finger des Cembalo-Spielers über die Tasten des Instrumentes. Fazit: Der klassische Abend bereitete allen Anwesenden viel Freude. Schade nur, dass nicht mehr Musikfreunde den Weg in die Kirche fanden.
